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»Shibuya Crossing«

Juse Ju

King of the Ring, ohne es nötig zu haben: Juse Ju gehört auf den Plan, wenn man wissen will, wer im Deutschrap künftig das Zepter in der Hand halten wird.

Geschrieben am

Juse Ju braucht Rap nicht, aber Rap braucht Juse Ju. Oder doch andersrum? Der Typ vom Land mit einem echt spannenden Lebensweg (dank Papas Job in Tokio aufgewachsen, Underground- und Freestyle-Rapper, Sprayer, Journalistenschule, Radio-Moderator, einen Teil davon thematisiert der Opener »Kirchheim Horizont«) ist wichtig für den Rap dieser Dekade, der starke Vertreter zwischen Pop, Ghetto und Hipsterville dringend nötig hat.

Sein Buddy Fatoni ist schon auf der guten Seite, jetzt zieht Juse Ju mit seiner ersten vollwertigen Platte nach: Er braucht die Selbstprofilierung nicht (»7Eleven«), die dicken Karren und die Credibility, er teilt gegen die Fakeness von Charts-Typen aus (»Lovesongs«), obwohl er deren Duktus inklusive Auto-Tune natürlich beherrscht; er macht sich politisch stabil (»Propaganda«) und hat feine Grooves am Start, die Samples mit analogen Instrumenten zusammenbringen. »Shibuya Crossing« macht immer den Eindruck, als hätte Juse Ju einfach Bock drauf gehabt. Das macht ihn zu einer Ausnahmeerscheinung in einer egozentrischen Szene und die LP zur vielleicht jetzt schon besten Rap-Platte des Jahres.

Juse Ju

Shibuya Crossing

Release: 16.03.2018

℗ 2018 Juse Ju

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