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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Code knacken, Hit schreiben, aus dem Fenster springen

Jupiter Jones

Die Ignoranz des Überhits. Vom letzten Album verkauften die Exil-Eifel-Boys Jupiter Jones über 150.000 Exemplare. So Gold! »Machen wir uns nichts vor, für die meisten Leute ist das unsere zweite Platte«, sagt Gitarrist Sascha Eigner und hat recht. Dabei ist das Universum Jupiter Jones eine alte Seele und so viel mehr als die Durchbruchsingle »Still«. Linus Volkmann besuchte die Band im Studio, unterm Tresen einer Absturzkneipe und sogar in Brooklyn.
Geschrieben am

Der neuen Platte voraus habt ihr das Stück »Denn sie wissen, was sie tun« mit Jennifer Weisz und Ferris MC gratis ins Netz gestellt. Erstes songmäßiges Lebenszeichen nach zwei Jahren und dem, sagen wir es ruhig, Durchbruch. Sofort gab es Begeisterung und Bashing auf allen Kanälen. Verfolgt ihr die Unmittelbarkeit von Feedback im Netz? Oder tut ihr euch das nicht an?

Sascha: Mich nerven nur die Besserwisser, die überhaupt keine Ahnung haben, was alles dazugehört, wenn man in einer Band ist. Einer schrieb: »Die Snare klingt aber scheiße. Die ist so komprimiert.« Da denke ich mir: »Alter, spinnst du? Die Snare klingt wie Bombe! Du weißt doch gar nichts!« Oder jemand postet zu den neuen Fotos: »Muss das denn sein, immer dieses Gepose?« Da will man dem doch an den Kopf werfen: »Jede Band bemüht sich um schöne Pressefotos – in welcher Welt lebst du eigentlich?« So etwas nervt mich kolossal.

Nicholas: Ehrlich gesagt: Man hört’s bisschen.

 

Im Studio geisterte ein Unwort herum: »Still 2«. Gemeint war das zwar nur als Gag beziehungsweise Antithese, aber wie muss man sich das vorstellen, wenn man einmal einen Riesenhit hatte? Macht einen der Druck nicht verrückt, einen solchen nachlegen zu müssen?

S: Was Single wird, entscheidet man zum Glück nie sofort. Das kristallisiert sich erst im Prozess raus. Aber wenn es dann passiert ist, bleibt man am Ball und versucht den Song so weiter zu formen, dass ein Stück entsteht, das im Radio gespielt werden kann. Ich weiß aber noch, wie ich im Januar dieses Jahr bei Null angefangen habe: Eine leere Festplatte angeschlossen, und über dir hängt die Goldauszeichnung vom letzten Mal. Das empfand ich als ultraschwer. Allein nur, sich das Selbstvertrauen, dass man es kann, wieder zurückzuholen war anstrengend. Hat mich fast vier Wochen gekostet, bis alles wirklich in Gang kam, bis es wieder da war. Zwischendurch wollte ich mich so sieben oder acht Mal vom Balkon stürzen.

 

 

Gab es ähnliche Verzweiflungsmomente beim Texten?

N: Ich habe da nicht weniger Kämpfe ausgefochten. Mir kam es vor, als hätte ich auf einem Keil gesessen. »Still«, diese Single, die uns so weitergebracht hat, habe ich mir immer wieder angehört. Es ging mir nicht darum, das zu reproduzieren, aber ich war besessen davon, rauszufinden: Warum hat der so viele Menschen erreicht? Musikalisch hat sich mir das erschlossen, aber textlich blieb’s diffus. Was hatte dieser Song, was anderen vielleicht fehlte? Klar, das Thema Verlust, da kann jeder was mit anfangen. Aber ich wollte den Code knacken, die Formel dahinter – und das dann auch auf andere Songs anwenden. Ich war eine Woche lang im dicksten Winter im Sauerland im Wald, es lag hüfthoch Schnee. Am vierten Tag habe ich begonnen, mit mir selbst zu sprechen, und kam am Ende zur Erkenntnis: Das bringt es so einfach nicht. Da saß ein Schweinehund in mir, der wollte noch ein zweites Mal so einen Hit haben wie »Still« - darum ging’s, daran hing’s. Ich habe mich dann auch sehr über mich geärgert, wie bescheuert diese Zwanghaftigkeit war. Denn im Endeffekt würde das nur dazu führen, dass ich total schreckliche Texte schriebe, die viel zu kalkuliert wären. Als ich mich von diesem Schweinehund befreit hatte, hat’s tatsächlich wieder geklappt mit dem Schreiben. Auch wenn ich mich im Prozess dann trotzdem acht bis neun Mal aus dem Fenster hätte stürzen wollen. Aber wir wohnten damals im ersten Stock. Das wäre nur unschön geworden.

S: Und hätte albern ausgesehen. Bäuchlings im Schnee.

N: Haha. Na ja, es war alles diesmal mit sehr viel körperlichen und psychischen Schmerzen verbunden. Aber ich habe auch einiges gelernt – vielleicht nicht übers Texten, aber über mich.

S: Man merkt schon, es war wirklich nicht einfach.

N: Ich habe dabei auch erstmals mit einem Dramaturgen gearbeitet, also keinem zweiten Texter oder Ko-Texter, aber jemandem, mit dem ich kathartisch über lange Zeit schweigend auf meine Zeilen starrte.

 

 

Erinnert an eine Szene bei »The Big Bang Theory«. Sheldon und Raj sind ja theoretische Physiker, und es soll gezeigt werden, wie sie arbeiten. Untermalt von so »Rocky«-Hintergrundmusik und dynamischen Schnitten immer auf der Eins sieht man, wie sie einfach nur eine mit Formeln bekritzelte Kreidetafel anstarren.

N: Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Für mich ist das auch richtige Arbeit. Mein Vater zum Beispiel, der ist gelernter Koch, der kann so etwas nicht nachvollziehen. Obwohl er großen Respekt vor dem hat, was wir da so treiben, hat er nicht auf dem Schirm, dass das Texten richtige Arbeit ist. Kann ich auch verstehen. Wenn einer eine Mauer baut, hast du eine Mauer, und der Rücken tut vielleicht weh. Bei einem Album leidet halt der Kopf – ich hatte danach noch eine große Weile Wortfindungsstörungen.

 

 

Klingt trotz Schmerz nach einer sehr akribischen Vorbereitung. Dabei gibt es doch Gerüchte, du hättest bei früheren Platten die Songs noch im Studio verfasst.

N: Diese Gerüchte gibt es, sagen wir, nicht zu Unrecht.

 

 

Aber das wäre heute nichts mehr für dich?

N: Ein Text wie »Oh, hätte ich dich verloren«, den habe ich seinerzeit wirklich in zehn Minuten geschrieben. Komplett. Aber da ist dann auch echt Glück dabei, wenn das funktioniert. Nicht dass ich das heute gar nicht mehr könnte, aber ich gehe heute einfach analytischer ran. Ich will nicht so Unfälle abliefern wie Xavier Naidoo, der sich gerade damit brüstet, die Texte für sein aktuelles Album in sieben Stunden verfasst zu haben. Dann lese ich mir die durch – und es ist von vorne bis hinten nur gequirlter Mist. Da denke ich: »Okay, das könnte ich dann auch in sieben Stunden. Vielleicht sogar in fünf ...« Mit dem Ergebnis würde ich mich allerdings nicht brüsten, dafür würde ich mich eher schämen.

Wie nehmen die anderen beiden Einfluss auf die Albumproduktion?

Andreas: Das Hauptaugenmerk liegt musikalisch immer auf Sascha. Aber wenn die Stücke da sind, werden sie für zwei Wochen geprobt, und da schaut dann jeder, was er noch beizutragen hat. Davon bleibt dann eigentlich bei jedem Stück noch was hängen.

 

 

Bezieht ihr euch bei »Denn sie wissen, was sie tun« textlich auf euren Battle mit Frei.Wild? Ihr singt dort unter anderem: »Nein, nein, ich hab’ nichts gegen Heimat.«

N: Angefangen hat das alles mit der »ZDF Aspekte«-Sendung, bei der wir sehr klar Stellung bezogen haben gegen Rechtsrock. Dort wurde gesagt, was wir für nötig hielten. Den Shitstorm, der darauf von besagter Band folgte, haben wir dann ebenfalls noch einmal kommentiert, aber sehr klar und vor allem endgültig. Sonst haben wir uns als Jupiter Jones nicht mehr eingemischt, weil wir das Thema und die damit einhergehende Aufmerksamkeit für die andere Seite bewusst nicht forcieren wollten.

S: Worauf wir auch eine Anzeige erhielten, weil wir den NPD-Affen als nationalistisches Arschloch bezeichnet hatten.

A: Oje, gibt das die nächste Anzeige?

S: Wieso? »Nationalistisches Arschloch« ist doch gerichtlich abgewiesen worden. Also der Beleidigungsvorwurf.

A: Ja, aber jetzt hast du NPD-Affe gesagt.

S: Ach, na ja.

N: Wie dem auch sei, wir hatten da bewusst unseren Schlussstrich gezogen – das sollte ja kein unterhaltsamer Beef werden für die Schaulustigen. Das soll es an dieser Stelle auch gewesen sein zum Thema Geweih aus Südtirol.

 

 

Aber es war euch dennoch wichtig genug, mit diesem Stück erneut eure Idee von so was wie »Deutschrock« gegenüber nationaler Vereinnahmung abzugrenzen.

N: Da geht’s uns allerdings um viel mehr. Und zwar um Ausgrenzungsreflexe, sei es bezüglich Religion, sexueller Präferenzen oder natürlich auch Nation. Daher möchte ich das hier wirklich nutzen, um klarzustellen: Lass die Herren mit dem Geweih – die alle anderen zu Unaussprechlichen machen, deshalb nehme ich den Namen erst gar nicht in den Mund –, lass sie vielleicht eine Inspirationsquelle sein, aber die sind garantiert nicht Anlass oder Auslöser für diesen Song. Die Befriedigung kriegen sie nicht!

 

Auf Facebook hatten wir vor einiger Zeit euer damals aktuelles Promofoto, nun ja, etwas verhöhnt. Weil ihr darauf wirklich sehr kostümiert ausseht. Respekt erst mal, dass ihr das so locker genommen habt ...

 

A: Also, ich hab’ das gar nicht so locker genommen!

S: Ich schon, ich kam ja ganz gut weg. »Der kleine Hobbit in American Apparel« ...


Wenn man jetzt die neuen Promo-Bilder von euch sieht, seht ihr plötzlich extrem cool und gut aus. Dürfen wir uns diesen optischen Wandel auf die Fahnen schreiben, alles wegen und für Intro?

A: Wir haben extra mit dem Fotografen gesprochen und gemeint, es muss diesmal Linus Volkmann gefallen ...

N: Ernsthaft, wir haben uns wirklich Mühe beim Aussuchen gegeben. Bei dem Shooting davor wurde zwar auch viel eingekauft und getan, aber da ist letztlich einiges schiefgelaufen. Ihr hattet schon recht mit der Kritik. Es gab zum Beispiel ein Foto vom Hont mit einem Sakko, da sieht der Original aus wie ein Kastenbrot.

S: Ein Kastenbrot im Napoleonkostüm. Da muss man nicht drum herumreden, es ging bei den ersten richtig großen Shootings so einiges schief. Daraus muss man dann eben lernen, und das haben wir auch.

N: Man muss uns auch zugutehalten, wir sind nicht so die Band, die man auf der Straße gleich als Gang erkennen würde. Wie zum Beispiel Turbostaat oder die Donots. Um dagegen bei uns ein halbwegs einheitliches Bild zu schaffen, muss man schon etwas justieren – und beim letzten und vorletzten Shooting wurde einfach etwas ... überjustiert.

 

 

Making of ...

Dieses Interview

 

 

Am Anfang dieser Story standen die Albumaufnahmen – genauer gesagt ein Besuch im Kölner Maarweg-Studio, in dem die Band im Glanz des hochverdichteten Produzenten Wolfgang Stach von Klangwelt aufnahm. Als das abgeschlossen war, ließ sich die Band in Hamburg nicht nur zu einem mehrstündigen Interviewdate nageln, sondern performte in der legendären Hamburger Schanze’n’Pferdemarkt-Eckkneipe »Na und?« an Flasche und Zigaretten wie eine betrunkene Eins. Zu guter Letzt stand dann die Begegnung in New York Brooklyn Slash Williamsburg, wo die Band zu »Rennen und stolpern« ihr erstes neues Video drehte und der Interviewer einfach zufällig Urlaub machte.


Das Universum Jupiter Jones

 

Freikirche
N: Ich glaube an Gott, aber ich lehne jegliche Konfession ab. Glaube hat einen sehr tröstenden Ansatz, da muss man selbst was draus machen – aber sobald sich Leute Dogmen draus basteln, geht’s in die Hose. Ich war mal eine Zeit lang bei den Jesus Freaks – aber da war es nicht so freaky, wie der Name es mir versprach ...

 

 

Tante Mathilda
S: So heißt die Tante von Justus Jonas von den drei ??? – aber auch das Label, über das wir drei Platten und eine Unplugged-DVD veröffentlicht haben. Genauso ist auch der Name meiner Management-Agentur. Die Alte verfolgt mich daher seit elf Jahren - aber ich habe sie auch sehr gern.

 

 

Nie mehr zweite Liga! 1. FC Köln
Hont: Wo sonst kommen noch 40.000 Fans ins Stadion, wenn der Verein in Liga zwei auf Platz 18 steht? Leider bin selbst ich nicht alt genug, um die großen Erfolge miterlebt zu haben. Aber jetzt wird ja alles gut - Europa, wir kommen!

 

 

Eintracht Frankfurt international!
A: Das habe ich mir so lange erträumt, und dieses Jahr wird es Wirklichkeit. Zusammen mit Schlagzeuger Hont bin ich der einzige echte Fußballfan in der Band. Der hat aber den falschen Verein gewählt. Und Eintracht Frankfurt, da wage ich die Prognose, in der Liga läuft’s diesmal nicht so gut: Platz 12, dafür aber kommen sie ins Halbfinale der Europa-League.

 

 

Oliver Rohrbeck
S: Oliver ist der Synchronsprecher von Justus Jonas - also Jupiter Jones, wie die Figur in den Originalbüchern heißt. Rohrbeck ist ein großer Held für mich. 2009, als uns noch kaum eine Sau kannte, haben wir ihn angefragt, ob er für unser Album »Holiday In Catatonia« was einsprechen könnte. Er war völlig unkompliziert und sofort dabei. Ohne Starallüren - und Geld wollte er auch keins.
N: Und er hat Wayne in »Wayne’s World« gesprochen!
A: Und er ist ein alter Punkrocker, was will man mehr?

 

 

Jahresabschlusskonzerte
S: Schöne Tradition. Das ist ja irgendwie auch Arbeit, was wir mit der Band haben das Jahr über – und damit setzt man dann einen Schlusspunkt.
N: Wobei wir letztes Jahr vier davon hatten. Vier Alben, an vier aufeinanderfolgenden Tagen. Das war ein fast nicht zu bewältigendes Monstrum.

 

 

Eifel
Dem dörflich malerischen Nukleus der Band ist mittlerweile nur noch Hont treu, dort renoviert er sich gerade ein Bauernhaus zurecht. Sascha und Andreas zog es indes nach Hamburg, Nicholas nach Münster.

 

 

Trier
S: Hier haben wir unter anderem 2007/08 mit den Jahresabschlusskonzerten begonnen - im Exhaus. Da haben wir gleich den großen Saal ausverkauft – okay, ist jetzt nicht so furchtbar groß, aber für unsere Dimensionen damals schon. Das war die Bühne, auf der hatte ich früher Abstürzende Brieftauben oder die Dimple Minds gesehen. Hätte ich nie geglaubt, dass ich da dann selbst mal stehen würde.

 

 

Underberg
Zur Begrüßung beim Treffen in Hamburg werden von Bandseite aus an jeden zwei Underberg verteilt. Schmeckt wie Jägermeister mit Petroleum. Wer’s mag.

 

 

Foo Fighters
Für Dave Grohl und Band würden die top Eifel-Boys gern mal eine Show eröffnen.

 

 

Herrenmagazin / Sea + Air
Auf der aktuellen Tour begleitet werden Jupiter Jones von zwei der spannendsten hiesigen Bands. Herrenmagazin aus Hamburg sowie Sea + Air von der Schwäbischen Alb.

 

 

Der Bub
Der kleine Bub mit den Kopfhörern auf dem aktuellen Cover ist übrigens Sascha selbst. Foto stammt aus den späten Siebzigern.

 

 

Soloalbum
N: Ich würde gern mal ein Buch schreiben und dem kryptischen Teil in mir ein Soloalbum gönnen. Aber natürlich nur, wenn die Zeit dafür da ist – und da das im Moment überhaupt nicht der Fall ist, ist das wahrlich noch Zukunftsmusik.

 

 

Ambitionen
A: Ich wollte immer ein HipHop-Album machen. Aber da ich nicht rappen kann, würde ich die Allstars des deutschen HipHop heranziehen: Der Wolf, Oli P, Die 3. Generation, Bürger Lars Dietrich, Creme De La Creme, haha. Nee, Bock hätte ich mal auf ganz ausgefallene Fußballartikel, für 11Freunde oder so. [aktuelles 11 Freunde Spezial Cover]

 

 

Zeit
S: Ich kann noch nicht mal Fernsehen gucken, so wenig Zeit habe ich.

 

 

86 und 17 Punkte
Beim »BuViSoCo« 2011 errangen Jupiter Jones für Rheinland Pfalz 86 Punkte und damit Platz 6 (Sieger: Tim Bendzko). Die aktuell relevanteren Punkte holte allerdings Sascha allein: Seine Rolle als Songwriter und Bandmanager allein sind ihm nicht genug, er fährt auch Equipment und sich selbst für die Sache umher. Das führte in fünf Jahren zu 17 Punkten in Flensburg, was ihn aktuell in eine Nachschulung zwingt, drei Monate Führerscheinentzug inklusive.

 

 

Kriminalität
Auf die lustige Icebreaker-Frage, was wer denn schon mal geklaut habe, ergibt sich, dass einer von der Band mit seinem bekifften Bandkollegen am Steuer des Fluchtwagens aus Rohbauten die Einbauküchen ausgebaut hat. Bevor dieser Talk aber justiziabel wurde, wurde sich lieber auf die beiden anderen konzentriert; die nämlich hatten sich bloß bei Tante Emma an Süßem vergriffen. Gerade noch mal Glück gehabt!

 

 

Texten
Nicholas schrieb für das neue Album zusätzlich eine Hintergrundgeschichte aus der Sicht der fiktionalen Figur Schrödinger. Ab und an verfasst er sogar noch Lyrics für andere Bands; Bakkushan und The Bandgeek Mafia lieh er sein Talent. Ein eingesandter Text für Gunter Gabriel schaffte es indes nicht in dessen Werk. »Gott sei Dank«, wie Nicholas heute meint.

 


The Look
Jupiter Jones im Wandel der Zeit. Posterboys sehen anders aus – und das ist auch gut so.

 

 

Tätowierungen
Dass die Band dem bezeichneten Körper nahesteht, sieht man sogar von Weitem und im Winter. Aber Nicki verdingt sich selbst auch als Hobby’n’Spaß-Tätowierer. Unter anderem trauten sich Andreas, Ingo Schmoll und Max von Itchy Poopzkid unter seine heiße Nadel.

 

Indieboygroup of the year

 

 

ANDREAS BECKER
Genannt »Becks«
Instrument Bass
Sternzeichen Schütze
Lieblingsstück des Albums »Zuckerwasser«
Besondere Kennzeichen Andreas’ Reaktions- und Leistungsfähigkeit nimmt ab dem dritten Bier rapide zu statt ab.

 

 

NICHOLAS MÜLLER
Genannt »Nicki«
Instrument Gesang, Gitarre
Sternzeichen Waage
Lieblingsstück des Albums »Alles, was ich weiß«
Besondere Kennzeichen Wenn über die offiziellen Kanäle von Jupiter Jones alles gesagt ist, legt Nicholas privat erst los. Schreiber der längsten und engagiertesten Facebook-Posts des Jahres. Diesem Mann ist nicht alles egal.

 

 

SASCHA EIGNER
Genannt »Bert«
Instrument Gitarre
Sternzeichen Löwe
Lieblingsstück des Albums »Die Landung«
Besondere Kennzeichen Neben seinem Dasein als Komponist und Gitarrist der Band regelt Sascha auch das Administrative, fährt Bandbullies und bekleidet den Posten des Bandmanagers. Workaholics wirken neben ihm wie Slacker und Tagediebe.

 

 

MARCO HONTHEIM
Genannt »Hont«
Instrument Schlagzeug
Sternzeichen Krebs
Lieblingsstück des Albums »Alles, was ich weiß«
Besondere Kennzeichen Marco ist vom Aufstehverhalten her die Antithese des Rock: Für ihn geht der Tag um fünf Uhr morgens los. Außer natürlich, man ist auf Tour und es wurde spät - dann ist Wecken erst um halb sieben.