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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Love In The Modern Age«

Josh Rouse

Der Singer/Songwriter mit der Karamellstimme hat seine Gitarre gegen einen Synthesizer eingetauscht. Klingt dramatischer, als es ist, zeigt die Umschulung doch, dass gute Songs nicht von Instrumenten abhängig sind.

Geschrieben am

Nach der ausgiebigen Tour zu seinem letzten, immerhin auch schon wieder elften Album »The Embers Of Time« war Josh Rouse nicht nur nach einer Pause, sondern auch nach einem Tapetenwechsel zumute. »Love In The Modern Age« ist nicht der Versuch, sich vom Songwritertum zu distanzieren, sondern eher eine souverän gemeisterte Herausforderung, um mit einem klanglich etwas verschobenen Ansatz den gleichen heimeligen Effekt zu erzielen, für den Josh Rouse bei Kennern geliebt wird. Als Einfluss dienten nicht nur die synthetischeren Alben von Leonard Cohen, sondern auch die Reisen zwischen seinen beiden Heimatorten Spanien und Nashville.

Gitarren spielen hier tatsächlich eine Nebenrolle, die synthetischen Klänge betten sich in stoisches Bass- und Schlagzeugspiel und eine Fülle von charmanten Melodien. Der Bogen zum Disco-Pop der 1980er ist tatsächlich nicht allzu weit, vergessene Synthie-Presets und sogar ein jaulendes Saxofon finden ihren halbironischen Einsatz, dem jedoch stets die Songidee vorangestellt ist. »Love In The Modern Age« ist das vielleicht folkigste Synthie-Pop-Album des Jahres, voller Ohrwürmer und erfüllt von einer sehr entspannenden Bescheidenheit.

Josh Rouse

Love in the Modern Age

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Yep Roc Records