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»Rare Birds«

Jonathan Wilson

Wenn Jonathan Wilson sein Mitteilungsbedürfnis im weiteren Verlauf seiner Karriere nicht überreizt, ist er mit seinem Bombast-Prog-Pop in Überlänge immer herzlich willkommen.

Geschrieben am

»Fanfare« hieß das letzte Album von Jonathan Wilson, und das nicht zu Unrecht. So maximal wie damals blies sich Pop zuvor in den 1970ern auf: Wilson klang wie exakt die Musik, die man nur kennt, weil sie seit Jahrzehnten alle Listen der besten Alben aller Zeiten verstopft. Musik, der man also nur vorurteilsfrei begegnet, wenn wieder einer ihrer Protagonisten hops geht, was gerade immerhin so regelmäßig passiert, dass man, wie es etwa für mich im Herbst bei Tom Petty der Fall war, alle paar Monate etwas eigentlich Altbekanntes neu entdecken kann. 

Wilson ist hingegen jung und klug und mit ausreichend Pop-Wassern gewaschen, sodass er hier mehr als einen Nachbau vorstellt. Er produzierte das letzte Album von Father John Misty, tourte mit Pink Floyds früherem Frontmann Roger Waters, und zwischen diesen Polen von bräsigem Stadion-Prog und Tongue-In-Cheek-Pop scheint sich Wilson gut eingerichtet zu haben. »Rare Birds« klingt nach 1980er-Prog der Marken Genesis oder Trevor Horn, hat herrlich lasziv-verschwitzte Rockhymnen und brodelnde Balladen und auch die genretypischen Filler. Mit 80 Minuten ist es viel zu lang geraten, aber das war »The Wall« schließlich auch.


Jonathan Wilson

Rare Birds

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Bella Union

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