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»Sleepwalking«

Jonathan Bree

​Jonathan Bree mischt Streicher und sexy Arschgewackel auf Valium. Oder, wie die Pop-Kritik sagen würde: ambitioniert arrangierter Schlafzimmer-Pop aus Neuseeland.

Geschrieben am

An Musikern wie Jonathan Bree merken wir, dass Neuseeland bei all dem Globalisierungsgetöse dann doch ein gutes Stück von uns entfernt ist. Jonathan wer? Genau! Der Musiker hat hier trotz großer Erfolge in der Heimat nur kurz die Presse gestreift, als St. Vincent vorgeworfen wurde, sich auf der Bühne augenscheinlich von seiner mysteriösen Maskenshow inspiriert haben zu lassen. Dass Bree in seiner Heimat zuvor zwei umjubelte Alben veröffentlicht hatte, blieb dabei lediglich eine Fußnote. Vielleicht klappt es ja beim Dritten, das wie der Vorgänger »A Little Night Music« die Nacht zum Thema hat, nur diesmal mischt der Neuseeländer seine schlaftrunkenen Nummern mit mehr Melodien. Die Songs pellen sich zunächst nur sehr langsam aus ihrer Schale. Doch beim vorschnellen Gähnen merkt man, dass Jonathan Bree wie nebenbei allerlei orchestralen Kram aus ihr herausholt und die Stücke sich sukzessive entwickeln. Häufig überwiegt der bleierne Eindruck, jedoch überrascht »Sleepwalking« in seinen starken Momenten mit intensiven 1980er-Synthies (»Fuck It«) und in den alles überragenden Po-Wacklern »Valentine« und »You’re So Cool« mit einer deftigen Portion Gainsbourg-Sexappeal. Denn die Nacht gehört letztendlich vor allem den Liebenden.

Jonathan Bree

Sleepwalking

Release: 08.06.2018

℗ 2018 Lil' Chief Records

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