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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Der Katze entkommen

Johnny Mauser

Deutschrap ist seit seinen Anfangstagen vor allem eine linke Sache. Das konnte man früh bei den Fantas oder Advanced Chemistry hören.
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Das konnte man früh bei den Fantas oder Advanced Chemistry hören. Es geht aber noch weitaus deutlicher: Bands wie die Beginner sampelten gar Slime und rappten über »Bullenschweine«.

Und heute? Ist Punk-Rap zwar nicht dead, aber ein Großteil der Rap-Szene nimmt die Antifa-Rapper schlichtweg nicht wahr. Johnny Mauser steht an der Spitze einer Bewegung, die es nie geschafft hat, ihre Botschaft musikalisch ansprechend zu verpacken. Das Erfreuliche an Johnnys neuer Platte ist die Tatsache, dass sie sich diesen Vorwurf nicht machen lassen muss. Trotz anspruchsvollem bis anstrengendem Themenkatalog vergisst er die Musik nicht. Auch wenn sich an der Botschaft seit den Neunzigern nicht wirklich etwas verändert hat und die Feindbilder die gleichen geblieben sind, ist Johnny Mauser ein MC mit Skills, Wortspielen, Doubletime-Flows und Punchlines. Kurz: Der Typ kann sehr gut rappen, und Tracks wie »St Pauli bis 0711« oder »Ablenkungsmanöver« verbinden Punk-Attitüde gekonnt mit HipHop-Sounds auf Höhe der Zeit.

In drei Worten: Antifa / Feindbilder / Punkrap