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So war's in Köln: Proppenvoll und wild

Johnny Flynn live

Invasion der Briten - Johnny Flynn und Cosmo Sheldrake bringen das Blue Shell beinahe zum platzen und teilen begeistert ihre Spielfreude mit einem dankbaren Publikum.
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Wieder einmal konnte ein Veranstalter stolz »Ausverkauft« melden, was in dem kleinen Kölner Club »Blue Shell« vielleicht nicht all zu schwer zu bewerkstelligen sein mag, aber trotz guter Bookings eher die Ausnahme darstellt. In der kleinen Location mit der besonders langen Bar auf der linken Seite drängeln sich demnach unzählige Leute, um heute Abend den sympathischen Briten Johnny Flynn mit seiner Band The Sussex Wit zu begrüßen. Gerade erst veröffentlichte der Singer/Songwriter seine dritte Platte »Country Mile«, mit der ihm in den fachkundigen Kreisen wohl endlich der Durchbruch gelingen könnte. Vielen Country-Fans war der Schauspieler, Autor und Musiker wohl schon länger ein Begriff, was auch sein Auftritt auf dem Haldern Pop Festival 2011 unterstrich. Damals noch etwas verschüchtert und ohne Band im Hintergrund soll Flynn heute mit The Sussex Wit im Rücken beweisen, dass er den Kinderschuhen entwachsen ist.

Mit einem wie auf den Leib geschneiderten Warm-Up-Auftritt von Cosmo Sheldrake aus Brighton beginnt die mehr als anderthalbstündige Show der Kreativköpfe. Sheldrake, der als Multi-Instrumentalist bereits mehrere Film - und Theatersoundtracks komponierte, gibt hier eine aufgeweckte Variante seiner ersten Kompositionen zum Besten - nicht umsonst landete seine Debütsingle »Fly« auf so einigen Zetteln hiesiger Musikjournalisten. Insgesamt fällt der heutige Auftritt der Bands weitaus quirliger aus als auf den Studioalben. Die Briten geben weniger die schüchternen Singer/Songwriter, als vielmehr die belebten Country-Barden - man wird vollends zufrieden gestellt und wagt sogar das ein oder andere Tanzbein zu schwingen. Doch so sympathisch das Blue Shell auch sein mag, für den Auftritt hätte man besonders Johnny Flynn & The Sussex Wit eine größere Bühne gewünscht.