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Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash

Johnny Cash

Ein Werbezettel flattert mir entgegen, als ich die CD-Hülle der Werkschau "Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash" aufklappe. "Weitere CDs von Johnny Cash" werden darauf beworben. Allein, es sind natürlich nur die Kompendien, die in den letzten zwei Jahren erschienen. Die Boxsets "Unearthed"
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Ein Werbezettel flattert mir entgegen, als ich die CD-Hülle der Werkschau "Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash" aufklappe. "Weitere CDs von Johnny Cash" werden darauf beworben. Allein, es sind natürlich nur die Kompendien, die in den letzten zwei Jahren erschienen. Die Boxsets "Unearthed" etwa oder "The Legend", you name it. Für die komplette und lückenlose Diskographie war auf dem beidseitig bedruckten Zettel wahrlich kein Platz. Und spätestens jetzt, im Fahrwasser des Biopics "Walk The Line" wird es weitere Veröffentlichungen geben, die dem Sammler gerade Recht sind, dem durchschnittlich interessierten Musikfan hingegen billig. Insofern eignet sich "Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash" ganz gut, als dass diese Kollektion letzteren einen guten, vielleicht sogar ersten Überblick über das Schaffen des Man in Black geben kann. Die Liner Notes von Rich Kienzle, eine Initiation für noch Unschuldige, Unbedarfte. Dann kommt, was kommen muss: "Ring Of Fire". Klar. Die einzig logische, die einzig richtige Antwort auf die Quizshowfrage nach einem Cash-Titel. Warum aber denn auch nicht? "Folsom Prison Blues", die frühen Sun-Singles "Cry!Cry!Cry!" und "Hey Porter" nehmen einen sacht an die Hand, "boom-chicka" macht die Gitarre und dieser warme Bariton erzählt über eine Sache, die da Liebe heißt. Muss auch auf erklärte Agnostiker wie die Offenbarung wirken. Für die Jüngeren unter uns gibt es die U2-Kollaboration "The Wanderer". "Featuring Johnny Cash" heißt es dort und das zeigt einmal mehr, wie verkehrt die Welt war, damals 1993. Bevor die American Recordings von Rick Rubin Cash wieder ins Rampenlicht zurückschossen und er auch für die Generation X relevant wurde. "Personal Jesus", "One", das finale Sakrament "Hurt" – noch als der dazugehörige Videoclip das erste Mal im Musik-TV, das es damals noch gab, lief wusste man: Das war es jetzt. Die letzte Klappe. Für diejenigen, die sich nicht daran erinnern können, ist "Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash". Alle anderen werden sich die CD, mit Verlaub, sowieso kaufen. For the record.