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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Signs Under Test«

John Tejada

Analoge Synthie-Klangkunst zum Verlieben. Homelistening-Veteran John Tejada bringt auf seinem zehnten Album die Hardware zum Schweben.
Geschrieben am
Wenn ein Rezensent ein Album dreimal anhört, ist es echtes Interesse. Wenn er es fünfmal hört, wird es besonders sperrig sein. Wenn er aber zwanzigmal durchlaufen lässt, dann ist es Liebe. Von den ersten sphärischen Klängen auf »Two 0 One« an findet man sich in der Umarmung warmer Synthies und trockener Beats, die nicht zu aufdringlich und nicht zu zurückhaltend sind. Nichts ist unbekannt oder verstörend, nichts überraschend oder ungemütlich. Stattdessen fantastisch gemachte Handwerkskunst der analogen, melodischen Art, die auf dem Track »Vaalbara« ihren Höhepunkt findet.

Und so ist es leicht, den altmodischen Hardware-Synthesizern zu verfallen, die schon von den Produktionsbedingungen her zu Reduktionen und einfachen Strukturen einladen. Dass der in Österreich geborene, in Kalifornien lebende Tejada das kann, hat er auf unzähligen Alben bewiesen, und er tut es auf seinem dritten Werk für die Kölner von Kompakt wieder. So ist »Signs Under Test« ein Album zum Versinken, zum Schweben, zum Träumen geworden. Oje, was für pathetisches Wortgeschwurbel – muss wohl tatsächlich Liebe sein.
– John Tejada »Signs Under Test« (Kompakt / Rough Trade / VÖ 30.01.15)

John Tejada

Signs Under Test

Release: 02.02.2015

℗ 2015 Kompakt