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»Addendum«

John Maus

John Maus verharrt weiter in seiner Kathedrale des Synthie-Pomp und bleibt der sympathischste Düsterfürst des Pop.

Geschrieben am

Ein Witz wird nicht lustiger, wenn man ihn oft erzählt. Nun war die Musik von John Maus nie als Witz gedacht, auch wenn die durchaus affektierte Inszenierung als Düsterpopfürst mit der Grabesstimme schmunzeln lässt. Die musikalische Formel hat er längst gefunden und auf seinem Referenzwerk »We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves« im Jahr 2011 bereits zur Perfektion gebracht. Wie also weitermachen? Maus entschied sich für das musikalische Exil, kehrte erst sechs Jahre später mit »Screen Memories« zurück und knüpfte genau dort an, wo er 2011 musikalisch aufgehört hatte. Was ist Kunst noch wert, wenn sie nur noch aus Variationen des Bekannten besteht?

Umso erfreulicher ist, dass der Amerikaner es schafft, sich im eigenen, eng gesteckten Referenzrahmen zu bewegen, ohne zu langweilen. Er entlockt seinen Synthies und Keyboards immer noch genügend melodische Kniffe, da braucht es keine Evolution. Gleichzeitig wird die Manifestation eines der eigenständigsten Künstler der Gegenwart vorangetrieben. Die psychoartige Melodie in »Dumpster Baby« begeistert ebenso wie der New-Wave-Pop in »Figured It Out«. Dem Sog dieses düsteren und extrem eigenständigen Pop-Entwurfs kann und darf man sich also nach wie vor nicht entziehen.

John Maus

Addendum

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Ribbon Music, LLC

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