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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Inside Of Emptiness

John Frusciante

Diese abgehangene Lässigkeit und Entspanntheit: Das kriegen nur Leute hin, die ihre Alben in erste Linie für sich selbst machen - weil die Pausen, die zwischen den Platten und Welttourneen ihrer Supergroups liegen, zu lang sind, um sie mit Golfspielen, Strandurlaub und Partys zu füllen. Solo-Album
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Diese abgehangene Lässigkeit und Entspanntheit: Das kriegen nur Leute hin, die ihre Alben in erste Linie für sich selbst machen – weil die Pausen, die zwischen den Platten und Welttourneen ihrer Supergroups liegen, zu lang sind, um sie mit Golfspielen, Strandurlaub und Partys zu füllen. Solo-Album: mal wieder mit alten Kumpels jammen, von jeglichem Leistungsdruck befreit, Spaß haben und Sachen ausprobieren, die mit der Hauptband nicht möglich wären. Was dabei herauskommt, sind bekanntermaßen meist nette Freizeitprojekte, interessant nur für den engsten Freundes- und Familienkreis des Künstlers und den eingefleischten Fan. Was Chili-Peppers-Gitarrist John Frusciante vor drei Jahren aber auf ›To Record Only Water For Ten Days‹ noch abgefackelt hatte, stellte sich als echtes Kleinod heraus: skizzenhaft, aber sehr intensiv, getrieben von einer rastlosen Leidenschaft und einem brennenden Mitteilungsbedürfnis. Also das genaue Gegenteil von seinem neuen Solo-Werk ›Inside Of Emptiness‹. Vielleicht ist Frusciante doch etwas zu entspannt an die Arbeit gegangen. Vielleicht war sein Hunger auf etwas Neues nach dem großen letzten Wurf der Chili Peppers noch nicht wieder groß genug. Das Ergebnis ist okay, es plätschert gefällig, aber streckenweise etwas beliebig dahin – nö, stört nicht, lass mal ruhig laufen. Gerade neu erschienen nun auch die sechste EP der ehrgeizigen Frusciante-Anthologie. Heißt ›A Sphere In The Heart Of Silence Feat. Josh Klinghoffer‹.