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A Lie

Joasihno

Zwar haben The Notwist, zweifelsfrei die beste Band Deutschlands, für den Sommer ein neues Album angekündigt – für ihre musikalische Nachkommenschaft ist aber schon längst gesorgt: Auf ihrem eigenen Label Alien Transistor veröffentlichen sie seit zehn Jahren quasi schubweise krude bis großartige Musik, vor Jahren etwa Boy In Static oder Chronomad.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Zuletzt fokussierte sich das Label mit Saroos und vor allem Joasihno auf Acts aus dem eigenen Umfeld, die beide eine Musikergeneration jünger sind als The Notwist selbst. Anders als bei Notwist oder Saroos steht hinter Joasihnos zweiter LP »A Lie« kein festes Konzept, vielmehr besitzen die zehn Stücke eine von Lo-Fi gelernte erstaunliche stilistische Zwanglosigkeit, die das Duo von frei assoziiertem psychedelischen Folk über indietronischen Electro bis hin zu Field Recordings führt.

Die Ergebnisse klingen in ihrer Ungezwungenheit erstaunlich stimmungsvoll und beweisen Joasihnos Talent für Sounds und fließende Strukturen. »A Lie« ist für die großen Konzertbühnen zwar zu abstrakt, besitzt dafür aber eine Lebendigkeit und Frische, von der sogar eine manifeste Großband wie The Notwist profitieren kann.

In drei Worten: Lo-Fi / Übersprung / Freispiel