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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»V«

JJ

Vier Jahre nach ihrem letzten Release melden sich Elin Kastlander und Joakim Benon endlich mit einem gewohnt suchmaschinenfeindlich betitelten Album zurück.
Geschrieben am
Anders als der Name vermuten lässt, ist »V« nach den umjubelten Vorgängern »N° 2« und »N° 3« erst das dritte Studioalbum des spleenigen Schweden-Duos, das sich neuerdings großschreiben lässt und damit wohl seine Adoleszenz unterstreichen will. Tatsächlich klingen JJ auf ihrem jüngsten Lebenszeichen kompakter und konzentrierter. Die Schweden haben sich erneut der größtmöglichen musikalischen Abstraktion verschrieben und ihren Sound einer hörbaren Entschlackungskur unterzogen. Was schade ist. Denn klangen JJ früher melodisch und experimentell, so pluckern sie jetzt gleichförmig und farblos aus den Boxen.

»All White Everything« eben, wie die erste Singleauskopplung bezeichnenderweise heißt. Bunte Farbtupfer sucht man im monochromatischen Video zu dem Song wie auch dem Rest der Platte vergeblich. Ohne die Soundvielfalt der Vorgänger geht den luftig-leichten Tracks auf »V« oftmals die Puste aus. Was bleibt, sind skizzenhafte Songs ohne Konturen. Mit »V« treiben JJ ihren Entschleunigungs-Pop auf die Spitze, lassen die einprägsamen Melodien dabei aber zu oft links liegen.

In drei Worten: New Age / Zeitlupe / Ausnüchtern

- JJ »V« (Secretly Canadian / Cargo / VÖ 15.08.14)