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Damage

Jimmy Eat World

Nicht alle Helden sterben Heldentode – manche machen auch weiter, wenn ihre Stunde längst geschlagen hat.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Mitunter geht das finanziell gut aus (Metallica), manchmal toleriert man das als Naturgesetz (Rolling Stones), ganz selten funktioniert das – irgendwie. Jimmy Eat World werden in diesem Leben wohl nicht mehr anfangen, frickelige Nischenmusik zu machen.

Nein, auch »Damage«, immerhin das achte Studioalbum der Band, bietet Collegerock und Pathos, Hall und den perfekten Soundtrack, um an einem lauen Sommerabend den süßen Kommilitonen aus dem Postkolonialismus-Seminar zu küssen. Allerdings fehlt die raue Kante viel zu oft. Sänger Jim Adkins sagt, das Album sei eine »erwachsene Trennungs-Platte«. Wenn man erwachsen mit zahm übersetzt, dann stimmt das bestimmt. Das soll nicht heißen, dass »Damage« schlecht sei, nein. Aber Jimmy Eat World bleiben doch am stärksten, wenn sie sich auf die Grundtugenden besinnen: laute Gitarren, die die poppigen Stücke vor zu viel Zuckrigkeit retten. Sonst kann man auch zu »Book Of Love« heiraten gehen.

In drei Worten: Sommerabend / Süß / Unrau