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Invented

Jimmy Eat World

Auf dem Weg zum perfekten Popsong sind Jimmy Eat World leider die Emotion und Kraft verloren gegangen. Wir suchen sie jedenfalls vergebens.
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Auf dem Weg zum perfekten Popsong sind Jimmy Eat World leider die Emotion und Kraft verloren gegangen. Wir suchen sie jedenfalls vergebens.

Dieses verdammte bisschen "zu glatt" an den Songs von Jimmy Eat World war bereits bei "Chase This Light" zu bemerken. Beim Vorgänger konnte man es aber immerhin noch Butch Vig und seiner handelsüblichen Dicke-Hose-Produktion in die Schuhe schieben. "Invented" wurde aber von Marc Trombino produziert, der schon bei den ersten drei Alben - allesamt großartig - dabei war.

Es scheint also auch der Band selbst am Herzen zu liegen, nicht mehr zu klingen wie zu "Bleed American"-Zeiten. Okay, dessen Mainstream-Hit "The Middle" nähern sie sich hiermit wieder an. Auf der Strecke geblieben ist dabei aber das, was ihre Songs eigentlich ausmacht: die spürbare Emotion und die ohne Rücksicht auf Verluste ausgestellte Unmittelbarkeit. Auch die krachigeren Gitarren vermisst man nahezu komplett. Nicht dass die neuen Songs schlecht wären, im Gegenteil. Aber auch wenn der Titelsong durchaus einiges rausreißt - sieben Minuten Spielzeit, abwechslungsreich, und Tom Linton darf endlich mal allein singen -, "Invented" ist dieses bisschen zu glatt.

In drei Worten: Glatt / Mangelware / Post-EMO