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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wrong Eyed Jesus

JIM WHITE

Mein Gott, hat der Mann was zu erzählen; durchlief der designierte Musiker, Maler, Schriftsteller und Besitzer von 16 Autos doch wirklich Stationen als Taxifahrer, Model, professioneller Tischfußballspieler und Obdachloser, bevor er zu seiner eigentlichen Berufung fand: "Ich mußte ein kompliziertes
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Autor: intro.de

Mein Gott, hat der Mann was zu erzählen; durchlief der designierte Musiker, Maler, Schriftsteller und Besitzer von 16 Autos doch wirklich Stationen als Taxifahrer, Model, professioneller Tischfußballspieler und Obdachloser, bevor er zu seiner eigentlichen Berufung fand: "Ich mußte ein kompliziertes Leben führen, um zu einer einfachen Einsicht zu kommen." Sich mit den Widersprüchlichkeiten des Lebens abzufinden, sie kritisch zu analysieren. Wie das musikalisch umgesetzt klingt, erfahren wir auf WHITEs Debüt "Wrong Eyed Jesus", das die spröde Eleganz atmosphärisch/sensiblen Songwritings kombiniert mit der verstörenden musikalischen Toleranz etwa eines TOM WAITS. Hochkomplex wirkt alles, feinsinnig, vielschichtig ganz im Kern jedoch ist es simpel und zugänglich. In unkonventioneller, weil vielschichtiger Arbeitsweise, die WHITE sich als Filmkomponist angewöhnt hatte, entstand ein letztlich doch homogen wirkendes Werk: WHITEs Gitarrenspiel und seine Vocals, die Rhythmusgruppe und die Gastmusiker von VICTORIA WILLIAMS bis DAVID BYRNE - wurden einzeln aufgenommen, und zwar mehrmals, um aus den - digitalisierten - Einspielungen in einem qualvollen Patchwork-Prozeß auf dem Rechner die besten Bits und Pieces herauszusuchen und diese dann mosaikartig zusammenzustellen.
Herausgekommen ist ein faszinierendes Meisterwerk, ein intimes, persönliches Debüt, das Lust auf die Person JIM WHITE macht. Es gibt unendlich viel zu entdecken auf "Jesus", allein deshalb erhebt es sich meilenweit über konventionellen Durchschnitt. Wohl der Hauptgrund für die "WEA" zu signen, ohne den Performer auch nur erlebt zu haben. Ihnen reichte das Demo, uns das Album!