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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Eternally Even«

Jim James

Auf seinem zweiten Soloalbum hat der Kopf hinter My Morning Jacket humanitäre Botschaften in ein kosmisch-souliges Gewand verpackt.
Geschrieben am
Nachdem Jim James’ Solo-Debüt »Regions Of Light And Sound Of God« noch eine leicht inkohärente Überraschungstüte war, verfolgt »Eternally Even« zielstrebig den Weg alter Soul-Protestalben und wird mit allerlei Psychedelic-Tohuwabohu kandiert. So traben die von Jim James und Blake Mills (Alabama Shakes) perfekt in Szene gesetzten Songs über weite Strecken wohlwollend groovend vor sich hin und schweben gelegentlich in Jam-Passagen aus dem selbstgesetzten Rahmen. Nun ist Jim James kein Sam Cooke, der mit seinem Gesang eine Dauerklimax wie »A Change Is Gonna Come« darbieten könnte. Doch der Songwriter verabschiedet sich auf seinem zweiten Album vom Falsetto-Gesang und schafft es gekonnt, sich durch die Keyboard-Schichten zu schlengeln. Während seine Stimme mit der antreibenden Rhythmusbegleitung tänzelt, mahnt er mit Zeilen wie »Nothing is more difficult than changing what’s been comfortable« zum Aktivismus, singt in dem Doppelpack »We Ain’t Getting Any Younger« über Vergänglichkeit oder skandiert Slogans wie »Peace ripped into pieces« oder »​You can’t build love out of guns, blood and sorrow«. Dies sind nun keine wirklichen Neuigkeiten, in einer derart eingängigen Form erreichen Jim James’ Predigten jedoch mehr als nur den Chor.

Jim James

Eternally Even

Release: 04.11.2016

℗ 2016 ATO Records, LLC, under exclusive license to Capitol Records