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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Oh No«

Jessy Lanza

Fantastisches Debütalbum, fantastische Single-Auskopplung – da kann die Erwartungshaltung schon mal zum Problem werden. Das wäre dann aber auch das einzige Problem dieses tollen Zweitwerks.
Geschrieben am
Die kanadische Alternative-R’n’B-Sängerin Jessy Lanza flog mit der Veröffentlichung von »Pull My Hair Back« 2013 so ziemlich unter jedem Radar durch. Das Album entwickelte sich durch Retro-Beats, intime Stimmung und minimalistischen Drive jedoch zum Slow-Burner, ohne den 2014 musikalisch um einiges ärmer gewesen wäre. Wie der Vorgänger wurde auch das neue Album von Jeremy Greenspan von den Junior Boys koproduziert, der sich von Lanzas Sound zudem vieles für sein diesjähriges eigenes Album abgeguckt hat. Zusammen haben sie einen der besten Hits des aktuellen Jahres zustande gebracht: »It Means I Love You« verbindet holzfarbene Percussion und Claps mit Vocal-Schnipseln und Synthie-Drums, dass es nur so in den Synapsen zuckt. Der Rest des Albums ist meist ruhiger, hat aber auch noch andere treibende Songs zu bieten. Am wichtigsten ist jedoch, dass Jessy Lanza ihrem zurückhaltenden, fast schon als cool zu bezeichnenden Stil treu geblieben ist. Das zweite Album ist immer das schwerste, aber hier wurde mal alles richtig gemacht.

Jessy Lanza

Oh No

Release: 13.05.2016

℗ 2016 Hyperdub

Jessy Lanza »Oh No« (Hyperdub / Cargo / VÖ 13.05.16)