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»Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus«

Jens Friebe

Die nackte Angst aus dem Titelstück des fünften Albums des Berliner Songwriters Jens Friebe sitzt auch mit im Zimmer, wenn man versucht, in dürren Worten greifbar zu machen, was hier elf Stücke lang eigentlich passiert.
Geschrieben am
Sicher, irgendwie ist es auch und immer noch Popmusik im allerbesten Sinn. Treibende, hämmernde Lieder, deren Harmoniefolgen sich, wie für Friebe typisch, immer in eine andere, noch bessere Richtung entwickeln, als man am Anfang des Refrains erwartet hatte. Dazwischen ruhige Klavierstücke voll verschwenderischer Eleganz. Aber Jens Friebe zeigt auch wieder und so gut wie noch nie, was möglich ist, wenn ein Künstler uns mehr zu sagen, mehr zu geben hat als Parolen und Innerlichkeit. Dafür nimmt er uns sanft, aber bestimmt bei der Hand und löst die Angst des Hörers, vielleicht nicht jedes Wort, jedes Bild und jede Referenz auf diesem Album sofort zu verstehen. Gemeinsam erlebt man im Zwischenreich des Traums eine Welt voller Möglichkeiten (»Schlaflied«), erfährt Varianten der Apokalypse in »Warum zählen die rückwärts Mammi« und kommt dem Tod ganz nah in Beschreibungen, wie er eben nicht ist (»What Death Will Be Like«). So schön, magisch und aufregend kann Popmusik nach all diesen Jahren immer noch sein. Es ist Zeit, sich anzuziehen, um mit diesen Liedern auszugehen.

In drei Worten: Angst / Eleganz / Magie
- Jens Friebe »Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus« (Staatsakt / Rough Trade / VÖ 19.09.14)

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