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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Works By Tuli Kupferberg (1923-2010)«

Jeffrey Lewis

Jeffrey Lewis zollt auf charmant-dilettantische Art dem großen Folk-Provo Tuli Kupferberg Tribut.

Geschrieben am

Die vielleicht berühmteste Geschichte von Tuli Kupferberg ist in Allen Ginsbergs Gedicht »Howl« beschrieben. Er ist der, der von der Brooklyn Bridge sprang »and walked away unknown and forgotten«. Stimmt natürlich nur zum Teil. Was stimmt: Kupferberg war Beatnik, Autor von Büchern wie »1001 Möglichkeiten, dem Wehrdienst zu entkommen« und Mitgründer der politischen Satire-Folk- und letztlich Proto-Punk-Band The Fugs. Der Anti-Folker Jeffrey Lewis widmet dem 2010 Verstorbenen mit »Songs By Tuli Kupferberg (1923-2010)« eine ganze Platte. Das passt, schließlich ist Lewis (der Spaß an kompletten Coveralben hat, 2007 spielte er auf »12 Crass-Songs« Titel der gleichnamigen Anarcho-Punker) eine Art moderner Wiedergänger Kupferbergs.

Das Dilettantisch-Charmante, das die Fugs in den 1960ern auszeichnete, ist auch Lewis’ Ansatz. Das nie aufgenommene »What Are You Going To Do After The Orgy?«, das hoffnungsvolle »Try To Be Joyful« oder der sehr komische Para-Song »I Wanna Hold Your Foot« klingen, als musizierten ein paar mehr oder weniger begabte Leute in irgendeinem Wohn- oder Badezimmer in der East Side. Man merkt Lewis an, wie sehr er Kupferberg – den er noch kennenlernen durfte, Kupferberg spielt im Video zum Lewis-Song »Williamsburg Will Oldham Horror« mit – verehrt. »I am dreaming now about Tuli, Sweet Tuli. For the thought of him is one that never dies.«

Jeffrey Lewis

Works By Tuli Kupferberg (1923-2010)

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Don Giovanni Records