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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Fly High«

Jaqee

Jaqee findet ihren Platz in der Schwebe und Diversität und trägt das Beste aus allen Welten der Black Music im Spannungsfeld zwischen Kampala, Göteborg und Berlin mit großer, rauer Stimme vor.
Geschrieben am
Jaqueline Nakiri Nalubale ist 13, als ihre Familie nach langer Flucht aus dem Süden Ugandas 1990 endlich in Schweden Asyl bekommt. Sie sagt, das habe sie geprägt. Und sie sagt, sie will und kann sich nicht auf nur eine Heimat und einen Musikstil festlegen. Das wiederum kann man hören: Ihre Gitarren spielen alles, von Powerchords bis Highlife-Pickings. Soul, Reggae, R’n’B, Ethno-Beat, Rock, Jazz – all das und noch viel mehr fließt in ihre Musik wie die Zutaten in einen Long Island Ice Tea. Und das Ergebnis knallt ähnlich. »Blaqalixious« hieß ihr Debütalbum, angelehnt an Destiny’s Childs »Bootylicious«, und zeugt vom Selbstbewusstsein der jungen Sängerin. Denn sie ist es, genauer ihre außergewöhnliche Stimme und ihr Gesangsstil, die der Musik ihren Stempel aufdrücken. Das Raue und Dunkle einer Macy Gray oder Billie Holiday, gepaart mit Phrasierungen und Manierismen wie bei Nina Simone oder auch Hagen und der Power und dem Ausdruck einer jungen Tina Turner oder Amy Winehouse, machen diese Songs besonders. Die Stimme ist der Anker, der die regenbogenfarbene Songsammlung erdet, die von Skits wie der Straßenszene aus Kampala unterbrochen wird und die ahnen lässt, wie weit der Weg war, den die junge Sängerin gegangen ist. Dafür ist diese Musik perfekt: zur Begleitung auf den Höhen und Tiefen, die verschiedene Lebenswege zwangsläufig bereithalten.

Jaqee

Fly High

Release: 19.05.2017

℗ 2017 Enjovu Music