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#Tech-Talk 242

Jan St. Werner über den Crackle Synth

Mouse On Mars war Jan St. Werner noch nie genug. Rechnet man alle Projekte, an denen er mitgewirkt hat, und seine zahlreichen Veröffentlichungen unter Pseudonymen wie Lithops und Neuter River zusammen, kommt man auf eine erstaunliche Anzahl an Tracks. Anfang April erschien das Album »felder« unter seinem eigenen Namen via Thrill Jockey. Uns erklärte Jan sein liebstes Musikinstrument. 
Geschrieben am
Tastenspieler waren in Bands immer diese Popper mit dem Bohlen-Grinsen, die sich ungelenk bewegten und durch schlechte Preset-Sounds auffielen. Dabei kann man mit elektronischen Klangerzeugern viel komplexere und beweglichere Sounds herstellen als mit traditionellen Instrumenten. Neben den konventionellen Synthies mit 62 Klaviertasten und einigen mehr oder weniger intuitiven Eingriffsmöglichkeiten gab es immer wieder Ansätze, das Prinzip Klangsynthese komplett neu zu denken. Der von Michel Waisvisz entwickelte Crackle Synthesizer gehörte zu diesen radikalen Entwicklungen, circuit bending, also das Kurzschließen von elektronischen Geräten mit niedriger Spannung, direkt mit in die Bedienoberfläche zu integrieren. 16 Tasten mit drei Oszillatoren, die man zusammenmischen und die Töne dabei noch über eine frei liegende Platine modulieren und zerschreddern konnte. Das Ergebnis klang mehr nach Gitarrenexzess als nach New-Age-Weichspül. Der Crackle Synth wird am STEIM (Studio for Electro-Instrumental Music) in Amsterdam gerade in Miniauflage neu gebaut.

Jan St. Werner

Felder (Fiepblatter Catalogue #4)

Release: 01.04.2016

℗ 2016 Thrill Jockey Records