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»Kleinod«

Jan Roth

Auch auf seinem zweiten Album zeigt Jan Roth, dass er als Pianist und Arrangeur nicht nur viel auf dem Kasten hat, sondern sich auch effektiv in Zurückhaltung üben kann.

Geschrieben am

Jan Roth ist ein musikalischer Tausendsassa, und er ist dabei nicht besonders dogmatisch: Während sich andere geschulte Pianisten in ihrer klassischen Kunst sehr eindeutig auf ein bestimmtes Ensemble konzentrieren, sind die sieben Stücke auf Roths zweitem Album »Kleinod« so vielfältig arrangiert wie möglich: Mal geht er in kammermusikalischem Solo-Piano auf, dann wieder ist sein Metier Jazz – mal gemütlich swingend, mal rhythmisch forsch oder sogar ruppig. Manche der Stücke erinnern an das Tied & Tickled Trio der Notwist-Gebrüder Acher, manche an die Riege der aktuell erfolgreichen Neoklassik-Pianisten.

Die besondere Qualität von »Kleinod« liegt aber in seinen subtilen atmosphärischen Zwischenräumen und der dezenten Kleinteiligkeit, die Roth zu entwerfen und zu füllen in der Lage ist. Er widersteht auch der Versuchung, seine Hörer einfach nur auf einen klanglichen Wohlfühlteppich zu legen. Stattdessen fordert er heraus – zwar nicht durch Drastik, aber durch Varianz und Zurückhaltung. Schon sein Debütalbum »L.O.W.« geriet 2013 zum Überraschungstreffer. Das ist zwar lange her, und die Rahmenbedingungen für Jazz und Klassik haben sich gehörig verändert. Es wäre aber keine Überraschung, wenn »Kleinod« den damaligen Erfolg noch einmal übertreffen würde.

Jan Roth

Kleinod

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Sinnbus

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