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»Dream A Garden«

Jam City

Der Imperativ im Albumtitel klingt streng, tatsächlich war eine Aufforderung zum Träumen aber nie verlockender als auf »Dream A Garden«.
Geschrieben am
Jack Latham alias Jam City kannte und schätzte man bisher für seine pointierten Club-Miniaturen, die stets mit kleinen Mitteln große Wirkung entfalteten. Umso überraschender, dass er den Ballast der Bassdrum auf seinem zweiten Album »Dream A Garden« gleich gänzlich über Bord wirft. Die eskapistischen Leitmotive früherer Veröffentlichungen bleiben zwar unberührt, werden aber von narkotisch dahindämmernden Lo-Fi-Pop-Skizzen getragen, wie man sie auch von John Maus oder Ariel Pink kennt. Der Witz: Das funktioniert auf Albumlänge so dermaßen gut, als hätte Latham nie etwas anderes gemacht.

»Dream A Garden« mutet über weite Strecken seltsam an, zugleich aber auch merkwürdig vertraut – fast so, als handele es sich um die musikalischen Einspieler alter Hörspiel-Kassetten aus längst vergangenen Kindertagen. Latham gelingt es, diese Ästhetik ohne jegliche Ironie zu inszenieren und der vernebelten Aura ein durchgängig starkes Songwriting entgegenzusetzen, das auch ohne irgendwelche stilistischen Gimmicks problemlos bestehen kann.
– Jam City »Dream A Garden« (Night Slugs / Rough Trade / VÖ 20.03.15)

Jam City

Dream a Garden

Release: 23.03.2015

℗ 2015 Night Slugs