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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Magick Fire Music / Wow!

Jackie-O Motherfucker

Dass Thurston Moore irgendwie seine Finger im Jackie-O-Motherfucker-Gefüge hatte, ist leicht herauszuhören. 2001 auf seinem Label Ecstatic-Peaceals als Vinyl herausgekommen, setzen die aktuellen Stars der Noise-Szene einen Meilenstein mit dem jetzigen Re-Release als Doppel-CD. In Struktur und Arrang
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Dass Thurston Moore irgendwie seine Finger im Jackie-O-Motherfucker-Gefüge hatte, ist leicht herauszuhören. 2001 auf seinem Label Ecstatic-Peaceals als Vinyl herausgekommen, setzen die aktuellen Stars der Noise-Szene einen Meilenstein mit dem jetzigen Re-Release als Doppel-CD. In Struktur und Arrangement wie ein Endlosloop gestrickt, wirken beide Scheiben besonders durch ihre beharrliche Reduktion auf Klangerlebnis-reiche Minimal Music. Wohlgefallen löst sich jedoch schnell in lärmende, hektische Destruktion auf. Phil Spector prägte Anfang der Sechzigerjahre den Begriff »wall of sound« für großflächige, satte Klänge. Diese Definition passt notengenau. Hohe Mauer, keine Fluchtmöglichkeit: das Universum des Sounds in purer Schönheit. Tom Greenwood und Nester Bucket, 1994 Gründerväter des ehemaligen Duos, das hier als Septett arbeitet, schaffen mit Hilfe atemloser Ruhe entspannte Zustände. Die sind aber nicht von Dauer, wenn auch ›The Cage‹ sehr freundlich und ohrgängig auftritt. Wenn der Punkt der Gewöhnung erreicht ist, mischen sich die Quertöne massiv ein, die vor allem in ›Wow!‹ und auf ›Love Horn‹ dominieren.