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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Open To Chance«

Itasca

Die Acid-Folkerin Kayla Cohen veröffentlicht unter ihrem Alias Itasca bereits ihr viertes Album – zum ersten Mal mit kompletter Bandbesetzung.
Geschrieben am
Nachdem ihr letztes Werk noch komplett aus Field Recording-Instrumentals bestand und nur auf Kassette veröffentlicht wurde, dreht sich Kayla Cohen jetzt um 180 Grad. So offen und zugänglich wie auf »Open To Chance« hat sie ihren ätherischen Musikansatz noch nie formuliert. Der Opener »Buddy« ist für ihre Verhältnisse schon rasant und wirkt nicht zuletzt durch eine Pedal-Steel-Gitarre wie eine schmissige Country-Ballade. Der Song »G.B.« setzt später noch eins drauf und gerät sogar zum Stomper. Doch die beiden Songs stellen insgesamt einen Kontrast zu einem ansonsten zurückhaltenden Weird-Acid-Folk dar, wie man ihn sonst von Künstlerinnen wie Vashti Bunyan und Marissa Nadler kennt. Die eher sinistere Grundstimmung wird von einer glasklaren, engelsgleichen Stimme getragen. Piano, Bass, Schlagzeug, Flöte, Geige und Pedal-Steel erweitern das musikalische Spektrum angenehm unaufgeregt, sorgen einerseits für mehr Spannung, anderseits auch für eine gewisse Leichtigkeit. Der Sog dieser Musik ist dementsprechend groß. Die Gefahr, ins Esoterisch-Verträumte abzudriften, ist aber auch gegeben, da das Fingerpicking und der Gesangsvortrag von Kayla Cohen nicht sonderlich viel Varianz bieten. Doch es ist ihre kompositorische Kargheit, die das Fundament für die melancholische Schwere bildet, die sich durch das komplette Album zieht und es sehr lohnend macht.

Itasca

Open to Chance

Release: 30.09.2016

℗ 2016 Paradise of Bachelors