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Introducing

So war’s in Köln: Drei unterschiedliche Welten

Introducing Tour mit FIDLAR, Shields und Vimes

Introducing in Köln. Ganz wie früher: Im Gebäude 9, proppenvoll und mit drei stilistisch völlig unterschiedlichen Bands für jeden was dabei.
Geschrieben am
16.02.13, Köln, Gebäude 9

Ob nun Intro Intim oder Introducing – vor einigen Jahren war das Gebäude 9 der Stammladen für unsere Newcomer-Konzertveranstaltungen. Eine Tradition, die wir gerne wieder aufleben lassen wollen. Aktuell machen die Introducings alle drei Monate den Zug durch die Republik und konzentrieren sich darüber hinaus auf Eintages-Events in Berlin. Der Samstag mit den drei stilistisch so unterschiedlichen wie anregenden Bands Vimes, Shields und FIDLAR machte Lust auf Mehr.


21 Uhr Vimes
Schon bevor das Duo Vimes auf die Bühne tritt, ist das Gebäude 9 fast voll. Die Vimes, live mit zusätzlichem Schlagzeuger ausgestattet, merken davon wenig. Sie sind ganz auf ihre Musik konzentriert. Alle die, die die Band schon länger kennen, bewundern in der kommenden guten halben Stunde die Entwicklung, die sie in den letzten Monaten genommen hat: Die zwischen Indietronic und House changierenden Vimes-Songs werden immer substanzieller und spannender, die Soundmixturen immer aufregender, und die Stimme von Sänger Azhar Syed muss sich vor wirklich keiner anderen mehr verstecken. Wir warten aufs Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll!

22 Uhr Shields
Pünktlich und wie erwartet, lösen die Fans von britischem Indie-Pop die Elektro-Anhänger in der ersten Reihe ab. Die britischen Shields befinden sich nach einer Reihe von Singles und der letztes Jahr veröffentlichten EP »Kaleidoscope« ebenfalls auf dem Sprung, viele Fans erwarten ein Album. Die Band erfindet mit ihrem Stil zwischen Phoenix und Maximo Park sicher nicht das Rad neu, hat aber einige gute Songs und ist auf wie neben der Bühne erfrischend sympathisch. Dass sie sich sichtlich wohl fühlen, erzählen Shields nach ihrer Show an der Bar wirklich jedem, der es wissen wollen könnte. Dabei betonen sie, dass die Bedingungen für tourende Bands hierzulande im Vergleich zu denen in ihrem Heimatland geradezu fürstlich seien.

23 Uhr Fidlar
FIDLAR beschließen das Konzertprogramm mit diversen mehr oder weniger kontroversen und wohl rotzig gemeinten Ansagen und Bitten. Sie mögen offenbar Gras und Speed, interessiert sind sie an Heroin - und gegen Veganer haben sie sowieso eine große Abneigung. Das beschäftigt die Band aus LA alles so sehr, dass jedem der Themen an diesem Abend ein eigener Song gewidmet wird. Davon abgesehen, performen die vier Jungs ihr Debütalbum »Fuck It Dog, Life's A Risk« mit mitreißender Energie und animieren das Publikum mit ihrem Punkrock schnell zu ausgiebigen Moshpits und einigen tollkühnen Crowdsurfing-Versuchen.