×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Introducing

Unsere gemeinsame Nacht

Introducing

Nachdem wir die Ruen Brothers, Charity Children und Joy Wellboy im September mit Introducing auf große Deutschlandtournee geschickt haben, konzentrieren wir uns im Oktober wieder ganz auf Berlin.
Geschrieben am

Mit dabei sind Suns Of Thyme, Splashh und Parquet Courts, deren Sound von Weirdo-Rock über psychedelischen Indie-Rock bis zu poppigem Indie-Punk reicht. Wie immer gilt auch für den 22.10.: auf www.introducing.de registrieren und gratis dabei sein.

 

 

Drei Fakten über ...
Suns Of Thyme
(Foto)

Die Sonnen des Thymians. Die Übersetzung des Bandnamens des Berliner Quartetts aus Tobias Feltes, Tim Hoppe, Jens Rosenkranz und Jascha Kreft klingt Zeitgeist-gemäß mystisch und psychedelisch. Das passt zum Sound der Band, der mit verschleppten Rhythmen und seltsamen Effekten alles tut, um es ins Weirdo-Rock-Fach zu schaffen.

 

 

»Unendliche Geschichte« – Auf der Suche nach dem geeigneten Bandnamen stand lange The Many im Raum – in Anlehnung an die Figur Ygramul aus Michael Endes »Die unendliche Geschichte«. Suns Of Thyme wollten dann aber doch keinen Namen mit The, zumal Many auch zu sehr nach Manni, der Kurzform für Manfred, klang.

Homoerotische Fantasien – Wenn es um Männer geht, sind sich die Bandmitglieder einig: In ihren homoerotischen Fantasien würde jeder von ihnen gern eine Nacht mit Devendra Banhart verbringen.

 


Toilette – Bassist Jens geht traditionell kurz vor jedem Konzert auf das Frauenklo!

 

Auf der nächsten Seite: Splashh

Mein Zuhause
Splashh

 

Das nennt man eine internationale Band im Zeichen des Commonwealth: Die vier Mitglieder von Splashh stammen aus Neuseeland, Australien und England. Zusammengefunden haben sich Sasha Carlson, Toto Vivian, Thomas Beale und Jacob Moore im angesagten Londoner Stadtteil Hackney. Beeinflusst von Bands wie Deerhunter, Pixies und Spacemen 3, lassen sie ihren Indie-Rock psychedelisch explodieren. Im Juni dieses Jahres ist das Debütalbum »Comfort« (Luv Luv Luv Records) erschienen, dessen Songs noch komplett in der WG der Band entstanden sind.

 

 

»Der Londoner Stadtteil Hackney ist im Nordosten der Stadt angesiedelt ... So geht der Wikipedia-Eintrag über Hackney los. Wenn du uns fragst: Hackney als Ort hat unsere Songs oder uns nicht unbedingt beeinflusst, denn der Stadtteil ist mittlerweile voll von überteuerten Bars und trendigen Coffeeshops. Aber wir haben vor Ort eine große Gruppe kreativer Freunde, die sich, jeder auf seine Art, eingebracht haben. Sei es beim Artwork, den Videos oder Fotos. Es gibt nicht wenige gemeinsame Nächte, an die ich mich nicht erinnern kann, die sich aber bestimmt auf unsere Songs, bereits geschriebene und kommende, auswirken. Die Songs auf ›Comfort‹ entstanden in Totos Schlafzimmer, was dem Vibe sehr zugutekommt. Wir dachten während des Aufnehmens nie daran, dass sie genau so erscheinen würden, aber nun, da es so gekommen ist, fühlt es sich richtig an. Wir haben in diesem Minizimmer endlos viele Stunden mit Hendrick’s-Gin-Trinken und Songs-Schreiben verbracht – unterbrochen nur durch Mitbewohner, die ihre Meinung zu dem Lärm loswerden wollten. Durch diese Bestätigung gewannen wir die Sicherheit, dass wir echtes Siegermaterial am Start haben. Insofern: Wir halten Hackney nur noch aus, da wir hier so tolle Freunde haben.«

 

Auf der nächsten Seite: Parquet Courts

Drei Fragen an Deutschland
Parquet Courts

 

 

Parquet Courts haben mit dem Image einer klassischen Slacker-Band zu kämpfen. Dabei ist die Band, deren Mitglieder alle in Texas aufgewachsen sind und bereits im frühen Teenager-Alter in Bands gespielt haben, das Gegenteil ihres Rufs: nämlich hyperaktiv. 2013 verbrachten sie entweder auf Tour oder im Studio, wo sie aktuell in den letzten Zügen ihres dritten Albums liegen. Mit dem Nachfolger zu »American Specialities« und »Light Up Gold« wollen sie ihren poppigen Indie-Rock endgültig über ihre Brooklyner Szene hinaustragen. Wir haben sie drei Fragen an Deutschland stellen lassen.

 

Wollt ihr unsere Freunde sein?
Wow, ihr geht aber ran. Sehr direkt gefragt! Das soll belohnt werden: Ja, sehr gerne. Wir Deutschen sind nämlich viel freundlicher als unser Ruf: Wir sind sehr sozial.

 


Was hat es mit dem ß auf sich?
Puh, eine echte Spezialistenfrage. Ganz ehrlich, der Großteil der Intro-Autoren kommt mit der richtigen Anwendung von s, ss und ß nicht wirklich zurecht. Aber versuchen wir es: Bei einem stimmlosen s-Laut nach langem Vokal oder Doppellaut wird ein ß verwendet, beispielsweise bei Maß, Gruß oder Fleiß. Allerdings gibt es Ausnahmen wie Haus, da kommt ein s, da es in der Beugungsform ein stimmhaftes Häuser ist. Wenn man einen stimmlosen s-Laut nach einem kurzen Vokal hat, dann schreibt man ein ss, zum Beispiel bei Fluss und Hass.

 


Wer ist besser: Faust oder Can?
Eine schwierige Frage. Ich bin im Süden Deutschlands aufgewachsen, ganz in der Nähe, wo Faust herkommen, lebe aber heute in Köln, wo Can herkommen. Meine Antwort: Can. Ihre Alben klingen auch heute noch so überraschend und fesselnd wie in den 70ern. Faust hingegen wirken, was auch an ihren aktuellen Liveauftritten liegt, ein bisschen angestaubt.