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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

"Wir haben uns nicht als Einheit gefühlt"

Interpol

Nach drei Jahren erscheinen also auch Interpol zurück auf der Bildfläche, mit einem neuen Album – diesmal selbst betitelt, aber düster und mit großer Geste wie eh und je.
Geschrieben am
Nach drei Jahren erscheinen also auch Interpol zurück auf der Bildfläche, mit einem neuen Album – diesmal selbst betitelt, aber düster und mit großer Geste wie eh und je. Aida Baghernejad sprach mit Drummer Sam Fogarino über das Neue, das Alte und die Veränderung.

Ihr gebt generell nicht gern Vorabinfo, auch bei diesem Album nicht. Warum?
Gute Frage [lacht]. Aus unserer Perspektive macht der Versuch, zu erklären, was wir tun, keinen Sinn. Natürlich muss man einige Fragen beantworten. Aber als Erstes haben wir den Song "Lights" auf unsere Webseite gesetzt, ohne Kommentar. Nur: "Hier ist das Lied, ihr könnt es euch downloaden."

Die Reihenfolge der Songs stand schon, bevor ihr sie aufgenommen habt. Wie kann das sein?
Weil es konzeptuell wurde. Nicht im narrativen Sinne, sondern eher mit den letzten drei Liedern, die ineinanderlaufen. Das hat den Rest ein Stück weit vorgegeben.

Ihr habt das Album am gleichen Ort aufgenommen wie das letzte. Warum seid ihr zurückgekehrt, obwohl ihr selbst mit "Our Love To Admire" unzufrieden wart?
Ich glaube, dass wir damals desillusioniert waren, wie wir als Band funktionierten. Zwischen dem ganzen Touren, Schreiben und Aufnehmen der ersten beiden Alben haben wir uns keine Zeit zum Atmen gegeben. Wir haben uns da nicht so als Einheit gefühlt wie jetzt bei der Arbeit an der neuen Platte.

Habt ihr diese Einheit wiederherstellen können?
Ja, nach einiger Zeit. Ich glaube, wir mochten alle das neue Material, an dem wir gearbeitet haben. Obwohl Carlos die Band verlassen hat, während wir am Album arbeiteten, hat es sich trotzdem besser angefühlt.

Warum ist Carlos, immerhin ein Gründungsmitglied, gegangen?
Es ist schwierig zu sagen. Er war ziemlich unzufrieden. Die ersten paar Jahre war er von diesem ganzen Rock’n’Roll-Lifestyle begeistert. Dann hat er realisiert, dass es nicht seins war. Trotzdem haben wir noch ein Album aufgenommen und sind noch mal auf Tour gegangen. An dem Punkt, an dem das alles wieder beginnen sollte, wurde ihm klar, dass er nicht mehr Teil dessen sein wollte. Jemanden dabeizuhaben, der nicht glücklich ist, ist schlimmer, als ihn nicht mehr dabeizuhaben. Daher denke ich, dass es das Beste für alle war.

Was waren die besten und schlimmsten Momente in den drei Jahren seit dem letzten Album?
Ich habe eine Tochter bekommen. Das lässt alles andere verblassen. Und als Carlos die Band verlassen hat – einen Moment zuckst du zusammen, das war ein Tiefpunkt. Aber jetzt sind wir hier ...

Wir verlosen viermal das aktuelle Album "Interpol" auf Vinyl und drei T-Shirts in den Görßen M-L. Wer mitmachen möchte, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff "Interpol" an verlosung@intro.de und gibt seinen Wunsch an.