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Inspiration Information

Jimi Tenor / Tony Allen

Dudeln und zuckeln, bis der Bundesgrenzschutz kommt. Jimi (mit neuen Hosen) und Tony (mit ewigem Afrobeat) machen feinsten Immigrationspolitik-Jazz.
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Dudeln und zuckeln, bis der Bundesgrenzschutz kommt. Jimi (mit neuen Hosen) und Tony (mit ewigem Afrobeat) machen feinsten Immigrationspolitik-Jazz.

Zusammenbringen, was längst schon zusammengehört hätte: Das ist erklärtes Ziel der "Inspiration Information"-Reihe, die bei der !K7-Unterabteilung Strut erscheint. Für deren vierte Runde wurde ein Studiotermin von Tony Allen mit Jimi Tenor angesetzt. Tenor, der Hornbrillenkosmopolit im Land gut abgehangenen musikalischen Hipstertums, ist seit einigen Jahren mit seiner Band Kabu Kabu sowieso schon auf Spuren- und magischer Wurzelsuche in Afrika unterwegs. Eine Session mit Tony Allen, dem mit 69 Jahren und Kollaborationen von Damon Albarn bis Charlotte Gainsbourg auf dem Buckel in immer neue Ruhmsphären vorstoßenden Vater des Afrobeat, sieht also nicht nur auf dem Papier wie eine zwingende Unternehmung aus.

Das Album klingt tatsächlich wie ein Fest. Jimi hat sich zur Feier seine extra engen Röhrenhosen angezogen. Einerseits, damit das Falsett richtig schön kommt, und andererseits, um für "Mama England" ein Paar Argumente im Paket zu haben, auf dass die endlich ihre Beine breit mache: So geht Immigrationspolitik-Jazz mit erotisch-ironischem Twist in der Hüfte. Was nur als ein Beispiel für die Funktionsweisen dieser freudigen Zusammenkunft gelten soll, denn die sind so vielschichtig wie ein Allen-Beat.