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Sonderschicht in Pankow

Indispensable Indoor Indie Festival - Tag 2

Berlin-Pankow, Samstag. Zweiter Tag des Indispensable Indoor Indie Festivals. Die Pfützen vom Vortag sind getrocknet. Dafür kündigt sich mir eine Erkältung an. Was soll's. Gegen 20 h wird wieder losgerockt. Die Grätenkinder klingen nach Sommer. Nach einem Sommer in den wunderbaren Jahren, als
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Berlin-Pankow, Samstag. Zweiter Tag des Indispensable Indoor Indie Festivals. Die Pfützen vom Vortag sind getrocknet. Dafür kündigt sich mir eine Erkältung an. Was soll's.

Gegen 20 h wird wieder losgerockt. Die Grätenkinder klingen nach Sommer. Nach einem Sommer in den wunderbaren Jahren, als die Sportfreunde Stiller noch Wellen reiten gingen. Das ganze aber mit fröhlicher Schweine-Orgel statt nervigem Klingelton-Sound. Für einen flotten Auftakt war also gut gesorgt.
Aufgrund eines kleinen Ex-Münsteraner-Treffens hab' ich dann leider ein paar Bands verpasst.

Pünktlich zu Logh, war ich dann aber wieder vor der Bühne. Logh aus Schweden haben Melodien. Die (Bottleneck?)-Gitarre führt einen auf eine schöne Reise, die dann und wann mal holprig rockt. Aber das gehört zum Programm. Und das Programm funktioniert prächtig. Eine Band, die einen anschliessend zum Merchandise-Stand treibt, um ein bisschen Geld in Musik zu stecken.

Ein schönes Wiedersehen nach einigen Jahren ist dann für den Gig der Münsteraner Gitarren-Pop-Helden Samba angesagt. Knut, Hirzel & Götz geniessen den Auftritt sichtlich. Schliesslich wurde die kommende Samba-Platte doch direkt nebenan aufgenommen. Es wird getanzt; alte Hits wie FCKW, Kummer, Zuckerkick & co. lautstark mitgesungen. Und natürlich schrie das ganze nach Zugabe, die's natürlich auch gab.

In der anschliessende Pause wurde erstmal beratschlagt, bei welchen der am Schluss auftretenden Bands die Anwesenheit wichtiger ist. Die Entscheidung fällt zwischen Sometree und Mobilé.
Ich entschliesse mich, zum Konzert-Hopping. Erst mal beide Bands checken und dann irgendwo hängen bleiben. Zunächst also mal Mobilé im kleinen Saal: Die rumpeln flockig los mit Texten von heute und dem Sound von Digital Ist Besser-Tocotronic. Auf jeden Fall eine richtig gute Party-Band.

Nach einem kleinen Gang an den Garagen vorbei, bemerke ich schon schwere Emo-Riffs, die einem Trommelfell und Bauch massieren. Sometree geben drinnen im Saal alles. Und das wird ihnen gerne abgenommen. In den zwei Tagen war keine Band lauter und intensiver.
Ein würdiger Abschluss für ein wunderbares Festival. In Berlin gibt's wohl nix Besseres auf dem weiten Feld der Indie-Rock-Veranstaltungen.
Ich komme wieder.