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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

In The Belly Of The Brazen Bull

The Cribs

In üblen Momenten ersäufen The Cribs ihren Stadionindie unter einem Schwall Pomp und Größenwahn, klingen nach langweiligem Arena-Rock und meinen das alles bedauerlicherweise nicht mal ironisch.
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Die Debatte, ob The Cribs mit Johnny Marrs (of The-Smiths-Fame!) Abgang ihr Händchen für catchy Pop-Punk-Kracher verloren haben – geschenkt. Die Jarman-Brüder hatten auch in der Prä-Marr-Ära einige veritable, entfernt mit The Strokes und Weezer verwandte Hits. Doch wieso zum Teufel kramen sie nun in der Grunge-Collegerock-Mottenkiste? In lichten Momenten klingt das pathosstrotzend wie die Breitwand-Pop-Hymne und Nirvana-meets-Manic-Street-Preachers-Reminiszenz »Come On Be A No-One«, schließlich trägt das Werk die Handschrift von Produzent Steve Albini. »For you I was trying so hard to enjoy everything that I ended up enjoying nothing«, singt Ryan Jarman nach der Trennung von Kate Nash. Johnny Marr wäre stolz auf einige ansehnliche Popjuwelen seiner Ex-Bandmates in bester Smiths- und Cure-Manier (»Confident Man«, »Like A Gift Giver«, »Butterflies«). Leider regiert auf »ITBOTBB« ansonsten aber das Mittelmaß: In üblen Momenten ersäufen The Cribs ihren Stadion-Indie unter einem Schwall Pomp und Größenwahn (»Stalagmites«), klingen nach langweiligem Arena-Rock (»Jaded Youth«, »Chi-Town«, »Uptight«) und meinen das alles bedauerlicherweise nicht mal ironisch.

In drei Worten: Stadion-Indie / Pathos / Trennungsschmerz