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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Indie-Festival

Immergut Festival

Frank Spilker gehört zu den Veteranen des Immergut, des zusammen mit dem Haldern Pop bekanntesten Indie-Festivals des Landes. Nach Konzerten mit den Sternen und als Solokünstler tritt er dort dieses Jahr erstmals als Lesender auf. Das macht ihn zum perfekten Kandidaten, um den besonderen Charakter des Immergut zu erklären.
Geschrieben am
Du hast mit den Sternen und der Frank Spilker Gruppe mehrere Male beim Immergut gespielt. Was für Erinnerungen hast du daran?
Merkwürdigerweise habe ich an das Immergut kaum Wettererinnerungen. Obwohl es in den Backstage bereitgestellten Wohnwagen abhängig von der Temperatur durchaus unterschiedlich riecht. Wie es ja auch in einem Zelt der Fall ist. Es war nie richtig heiß und nie richtig kalt, wenn ich dort war, aber immer schön. Einer der letzten Höhepunkte war der gemeinsame Auftritt mit The Whitest Boy Alive. Deren Keyboarder Daniel Nentwig hatte für ein Konzert ausgeholfen, nachdem Richard von der Schulenburg bei den Sternen ausgestiegen war. Wir haben dann sehr nervös angefangen, weil wir all dieses neue Material hatten. Das Ganze ist dann in einer Art Orgie geendet, wie es eigentlich auch geplant war. Aber auch mein Soloauftritt bei einsetzendem Regen am Nachmittag hat mir viel Spaß gemacht. Das ist so ein magischer Moment auf Festivals: Die Besucher versuchen die Stimmung aufzubessern, wenn das Wetter schlechter wird.

Das Immergut steht seit Langem in dem Ruf, im Kontext der deutschen Festivals eine besondere Veranstaltung zu sein. Was macht den besonderen Charakter des Festivals aus?

Das Festival ist für Besucher und auch Musiker deshalb sehr angenehm, weil es sich in einer Nische eingerichtet hat, die abseits der alljährlichen Bieterschlacht um die gerade angesagten Bands funktioniert. Bei einem Festival interessieren mich die Neuentdeckungen immer mehr als die Stars, die die Massen anlocken sollen. Natürlich muss es trotzdem ein paar Headliner geben. Aber das Immergut findet allein schon durch seine Besucherbeschränkung das richtige Maß. Die ganzen Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass das Festivalpublikum aus Musikinteressierten besteht und nicht in der Mehrheit aus sensationshungrigen, gelangweilten, Entschuldigung, Provinzlern.

31.05.-01.06. Neustrelitz 
Die Heiterkeit, Dry The River, Efterklang, Fenster, Fraktus, Frank Spilker, Gold Panda, Honig, Leslie Clio, Mischa-Sarim Verollet, Roosevelt, Team Me, The Notwist, Toy, We Were Promised Jetpacks, When Saints Go Machine, White Fence, Young Dreams, Jens Lekman, Beach Fossils, David Jonathan, La Boum Fatale, Thomalla, Xul Zolar u. v. a.