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Tasche auf, Zollkontrolle!

Im Koffer von Kaiser Chiefs

Was die Kaiser Chiefs in ihre Hits packen, ist allgemein bekannt: ein bisschen Haltung, deutlich mehr Gröl-Laune, eine After-Eight-Schachtel bittersüßer Popmelodien und mindestens eine Hook für die Ewigkeit. Wir sagen nur »Ruby«. Auch auf ihrem neuen Album »Education, Education, Education & War« setzen die Kaiser Chiefs auf diese gut abgeschmeckte Mischung und zeigen sich, trotz des Abgangs des Mitsongschreibers und Schlagzeugers Nick Hodgson, in bester Form. Bassist Simon Rix verriet uns, wie und mit was er die kommende Tour angeht.
Geschrieben am
»Wir versuchen unseren Reise-Rhythmus zu Tourzeiten so zu gestalten, dass wir drei Wochen unterwegs sind und dann eine daheim. Inzwischen bekommen wir das sogar durchgesetzt bei Management und Label. Das sah zu Anfang unserer Karriere natürlich noch ganz anders aus. 2005, als es so richtig losging, haben wir 165 Shows gespielt – auf der ganzen Welt. Wir haben uns erst letztens Fotos aus dieser Zeit angeschaut und mussten feststellen, dass wir regelrecht krank aussahen.

Wenn wir unterwegs sind, hat unser Gitarrist Nick Baines immer die meisten Koffer mit. Nicht, weil er eine Diva ist, sondern weil er professionell fotografiert. Er schleppt dann immer drei Kameras mit, diverse Objektive, Kabel, Aufladegeräte, Adapter, Ersatzakkus. Ich erinnere mich an einen Flug von Mexiko nach England: Wir hatten unser ganzes Equipment im Flieger, 30 Flight Cases insgesamt, und keines davon wog mehr als der eine Koffer von Nick. Ich glaube, die Anzeige blieb bei ihm bei amtlichen 30,6 Kilogramm stehen. 

Wichtigstes Utensil unterwegs ist für uns natürlich das Smartphone oder ein Tablet, um mit unseren Familien Kontakt zu halten. ›Face Time‹ ist echt eine gute Erfindung für tourende Musiker. Dank des iPads müssen wir auch nicht mehr so viele Bücher oder DVDs mit rumschleppen. Die meisten aus der Band sind, allein aus praktischen Gründen, auf eBooks umgestiegen. Ich lese inzwischen kaum noch, was auch an diesen Dingern liegt. Sonst hatte ich für die Flüge immer ein Buch mit; seitdem man sein Tablet mitnehmen darf, schau ich meistens Videos. Mein wichtigstes Reise-Utensil ist mein Fön – und ein entsprechender Reise-Strom-Adapter. Auch Stift und Zettel habe ich immer dabei – an der Front bin ich nach wie vor analog unterwegs. Ich mache mir ungern Notizen auf dem Handy oder Tablet.«