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Im Interview: Endlich Wochenende

Superchunk

Benjamin Walter im Gespräch mit Superchunk.
Geschrieben am
Vier Amerikaner in Freizeitkleidung und den Vierzigern, die immer noch zu ihrer Version von 90er-Jahre-Indie-Rock auf der Bühne herumhüpfen und dabei so aufgeräumt wie gut gelaunt wirken. Nicht nur Grund für Neid und Anerkennung, sondern auch für einige Fragen an Mac McCaughan. Benjamin Walter im Gespräch mit Superchunk.

"Majesty Shredding" ist euer erstes Album seit neun Jahren. Wie hat sich eure Arbeitsweise verändert?
Wir haben recht ähnlich gearbeitet wie bei den ersten Alben. Ich habe Demos rumgeschickt, dann haben wir uns getroffen, ein paar Tage geprobt und übers Wochenende direkt drei oder vier Songs aufgenommen. Ich glaube, die Energie auf dem Album kommt daher, dass wir die neuen Songs zwar gut, aber eben nicht zu gut kannten. Aber es hat sich schon anders angefühlt. Es war wirklich kein Druck da, irgendetwas abzuliefern. Die meisten Leute waren ja überzeugt, dass es uns gar nicht mehr gibt.

Sound und Songs von "Majesty Shredding" erinnern an eine Zeit, in der Indie-Rock noch neu und aufregend war. Wolltet ihr diese Zeit ein bisschen zurückbringen?

Auf jeden Fall wollten wir, dass es für die Leute, die immer noch Superchunk hören, aufregend bleibt und sie etwas überrascht. Wenn man nach so langer Zeit wieder ein Album macht, soll sich ja keiner fragen, warum wir uns die ganze Arbeit noch mal angetan haben.

Für euer Label Merge Records ist 2010 mit den Alben von Arcade Fire und Caribou ein wirklich erfolgreiches Jahr. War es nicht ungünstig, gerade jetzt auch noch Superchunk zu reaktivieren?
Es war ein ziemliches Jonglieren mit der eigenen Zeit. Ein Großteil von "Majesty Shredding" war glücklicherweise im Frühjahr fertig, bevor das Arcade-Fire-Album erschien, und den Rest habe ich dann in meinem Studio zu Hause gemacht, wenn ich am Wochenende mal Freizeit hatte. Wir sind auch etwas getourt und haben versucht, gleichzeitig fürs Label zu arbeiten. Das war nicht leicht, aber diesmal hatten wir immerhin Handys.

Eure ersten Alben sind in Europa über City Slang erschienen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Ich glaube, Christof hat unser damaliges Label Matador angesprochen, dass er uns in Europa veröffentlichen möchte. Wir sind dann zusammen mit Mudhoney zum ersten Mal in Europa gewesen und haben Christof persönlich kennengelernt. City Slang hat uns wirklich sehr geholfen, und in der Gesellschaft von Bands wie Yo La Tengo, Seam und Tortoise haben wir uns natürlich sofort wohlgefühlt.

Superchunk "Majesty Shredding" (One Four Seven / Soulfood)