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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Ash«

Ibeyi

Ibeyi haben ein verträumtes, aber ernstes Album aufgenommen, das elektronische und traditionelle Einflüsse verbindet.
Geschrieben am
Die Zwillinge Lisa-Kaindé und Naomi Díaz kreieren auf »Ash« einen Sound, der mit Worten kaum zu beschreiben ist. Noch elektronischer als auf dem Debütalbum geht es zu, aber dennoch typisch soulig und experimentell. Zwischen Samples, Beats, Saxofonen, Auto-Tune und Zitaten preschen immer wieder die starken Stimmen der beiden hervor, die wie zurückgehalten wirken und bei denen man das Gefühl hat, dass, wenn man sie ganz walten lassen würde, sie alles sprengen könnten. Beeindruckend viersprachig singen Ibeyi auf ihrer zweiten Platte von Träumen, vom Jungsein, von Liebe, von Kultur und von Umständen, mit denen sie zu kämpfen haben, wie Rassismus und Gewalt.

Ging es in ihrem Debüt verstärkt um Vergangenes, so ist ihre zweite Platte eine wunderschöne, aber wahrhafte Abbildung des Jetzt. Immer wieder finden sich Notizen der Kampfbereitschaft. So wird in dem Song mit dem wunderbaren Titel »No Man Is Big Enough For My Arms« aus der feministischen Rede Michelle Obamas zitiert. »Deathless« handelt davon, wie Lisa-Kaindé mit 16 Jahren zu Unrecht verhaftet wurde. Das Highlight ist das siebenmütige »Transmission/Michaelion«, ein kraftvoller Track mit Zitaten von Frida Kahlo, gelesen von der Mutter der Zwillinge. »We sing and our tears dry, facing a clear sky.« Und da ist sie dann doch, die Sprengung. 

Ibeyi

Ash

Release: 29.09.2017

℗ 2017 XL Recordings