×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Souvenirs

Ian Pooley

Furschbah, dieses Geschäft mit dem täglichen Nachladen neuer Hip-Sounds. Welche Ruhe dagegen Ian Pooley ausstrahlt! Nach dem hochgelobten ›Since Then‹ hat der Mainzer House-Pionier eine ganze Legislaturperiode als Albumpause eingelegt, sich letzten Sommer in Neuseeland eingerichtet und dort
Geschrieben am

Autor: Müller

Furschbah, dieses Geschäft mit dem täglichen Nachladen neuer Hip-Sounds. Welche Ruhe dagegen Ian Pooley ausstrahlt! Nach dem hochgelobten ›Since Then‹ hat der Mainzer House-Pionier eine ganze Legislaturperiode als Albumpause eingelegt, sich letzten Sommer in Neuseeland eingerichtet und dort mit stilsicherem Händchen Steilvorlagen für eine illustre Gästeschar geschmiedet. In Pooleys Welt liegen der launige Soul Terry Calliers und der wendige Bossa Nova Marcos Valles nur einen Sidestep voneinander entfernt. Das Wissen um krispe, modulierte Beats und ein charakteristischer, wunderbar transparenter Sound sind der sacht untergestrichene Kleber, mit dem Ian Pooley Dancefloor-Genres verbindet. Aber auch die stete, fein abgestimmte Anwesenheit des Rhodes von Ulf Kleiner verleiht der Produktion Geradlinigkeit und Kohärenz. Eine noch größere Rolle als auf früheren Werken spielen lateinamerikanische Komponenten. Dafür stehen nicht nur das Wiederhören mit Rosanna & Zélia und die geniale Kooperation mit Marcos Valle – ein hervorragendes Beispiel auch für Ian Pooleys Gespür, als Produzent nicht zu dominieren, sondern die eigene Note mit leichter Handschrift hinzuzufügen, wenn er sich vermittels seiner Gäste dem Song-Format nähert. Das geschieht hier überwiegend und ist ausnahmslos gelungen.