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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Oceans«

I’m Not A Band

I’m Not A Band wagen sich auf ihrem Electro-Album »Oceans« mutig in neue, tückische Gewässer. Gleicher Produzent. Neuer Sänger. Könnte klappen.
Geschrieben am
Ein Ozean sollte per Definition über bestimmte Dinge verfügen – sonst ist er kein Ozean. Dazu gehören: Tiefe, Vielfalt, erschütternde Stürme. Turmhohe Wellen, die donnernd einstürzen, Quallen und ein kaleidoskopartiges Farbspektrum auf und unter der Wasseroberfläche. Ein ambitioniertes Ziel für Stephan Jung, den erstmals Simon Ortmeyer begleitet. Tauchen wir ein in die Gewässer, die das Berliner Electro-Duo hier präsentiert – I’m Not A Band sind nämlich, trotz irreführenden Namens, sehr wohl eine Band. Und »Oceans« ihr drittes Album.

Quallen finden sich schnell. Ich bin nämlich selbst eine. Und wabere zu sphärischen Geigen und puckernden FKA-Twigs-Klick-Geräuschen durch die Schlagzeug-Algen. Ab und zu jagt ein orientalischer Flötenfisch an mir vorbei. Unter mir die Weiten einer Beat-Sandbank. I’m Not A Band kombinieren schnelle E-Streicher mit groovigen und manchmal an alt-J oder Django Django erinnernden ausgetüftelten Beats. Und dann haut geschickt dieser fies schwülstige David-Garrett-Kitsch dazwischen. Kappt jedes Mal den Anker und denkt sich: »Ätsch!« Funktioniert aber nur richtig gut bei »Ocean Heart«. Das zupft an genau dieser Stelle am Zwerchfell. Anker hält. Ätsch.
– I’m Not A Band »Oceans« (AdP / Al!ve / VÖ 30.01.15)

I'm Not A Band

Oceans

Release: 30.01.2015

℗ 2015 AdP Records