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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dunkel aus Passion

I Love You But I’ve Chosen Darkness

Man mag von Texas halten, was man will, doch mit tristen Industrieanlagen und regenverhangenen Wolken wird diesen Bundesstaat niemand in Verbindung bringen. Doch genau dieser Tristesse frönen ILYBIVCD aus Austin, eine Band, deren Name auch dann noch so manch anderen um Längen schlägt, wenn man ihn a
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Man mag von Texas halten, was man will, doch mit tristen Industrieanlagen und regenverhangenen Wolken wird diesen Bundesstaat niemand in Verbindung bringen. Doch genau dieser Tristesse frönen ILYBIVCD aus Austin, eine Band, deren Name auch dann noch so manch anderen um Längen schlägt, wenn man ihn abkürzt. Melancholisch, episch, im Leid geradezu lustvoll schwelgend, hat die zum Teil aus Wisdor For The Derby hervorgegangene Band nun ihr Longplayer-Debüt vorgelegt. Nicht minder stilsicher ist das mit Gruft-Klischees flirtende Logo: ein vom Satanskreuz durchschnittenes Herz. So suizidgefährdet, wie sich das alles anhört, wirkt die Band im Interview dann aber doch nicht: "Austin ist für Musiker seit einigen Jahren eine sehr vitale Stadt geworden. Wir pflegen dort viele Kontakte mit anderen Gruppen, zum Beispiel mit And You Will Know Us By The Trail Of Dead, in deren Studio wir unsere Platte aufgenommen haben." Ob es zwischen den beiden wohl zu einem Wettstreit um den längsten Bandnamen gekommen ist?
Mit ihrem dunklen Wave-Sound sind ILYBIVCD derzeit in ihrer Heimatstadt einmalig. "Im Moment ist in Austin etwas ganz anderes angesagt - Blues Rock. Aus dieser Szene haben wir allerdings noch niemanden kennen gelernt", scherzt Christian Goyer. Ernst wird die Band allerdings, wenn es um ihre Vorbilder geht, unter anderem auch die frühen U2: "Wir sind alle in den 1980ern groß geworden und haben uns ausgiebig mit unserem Produzenten Paul Barker darüber unterhalten, dass es einfach unmöglich ist, die Einflüsse zu leugnen, die einen als Teenager geprägt haben." Erwähnter Paul Barker von Ministry hat der Musik dann auch den entsprechend vollen Sound mit großer Tiefenwirkung verpasst - "idealer Kopfhörerklang, in dem man versinken kann", schwärmt die Band, deren stimmungsvolles Album sich so gar nicht wie ein Debüt anhört.