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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wer wir sind

I Have A Tribe

»Wer wir sind« - der regelmäßige Steckbrief. Dieses Mal mit verträumtem Folk aus Dublin.
Geschrieben am
Herkunft Dublin, Irland
Genre Verträumter Folk
Mitglieder 1 
Besonders Vorkommnisse
 Patrick O’Laoghaire alias I Have A Tribe verlor einst seinen Job als Pianist in einem Hotel. Mutmaßlich, weil er das gleiche Mozart-Stück in Dauerschleife gespielt hatte, um ein schreiendes Baby zu beruhigen. Sicher ist er sich dessen aber nicht. Danach wandte er sich vollends seinem eigenen, schwelgerischen Folk zu.
Aktuelles Album »Beneath A Yellow Moon« (Grönland)
 
Facebook: https://www.facebook.com/IHaveATribe/

Du nennst dich I Have A Tribe – wer ist denn dein Stamm? Und warum ist das dein Künstlername?

Ich habe das Wort Tribe auf einer Plakatwand gesehen, und es hat sofort Sinn ergeben und führte eine besondere Wärme mit sich. Wer mein Stamm ist, ist eine schöne Frage. Es ist das Gefühl, wenn du eine Person triffst und mit ihr eine Art von Verständnis oder ein Lächeln teilst oder dich verliebst oder jemandem eine Zigarette anbietest oder jemand dich aufbaut oder so zum Lachen bringt, dass du Bauchschmerzen bekommst. Wenn so etwas passiert, ist es wie eine Zugehörigkeit zu einem Stamm. Manchmal passiert es in deinem nahen Umfeld und manchmal mit völlig Fremden. Aber wir sind alle Fremde, bevor wir begreifen, dass wir einander eigentlich gar nicht fremd sind. Tom Waits hat das gesagt und er hat Recht. Ich habe einen Stamm und du hast einen Stamm, aber es ist eigentlich der gleiche.
Im Vergleich zu deinen vorherigen Veröffentlichungen sind viele Songs auf dem Album auf Klavier, Gitarren und deine Stimme reduziert, und alle diese Sounds sind so ausgeprägt, beinahe scharf, dass es fast im Ohr kitzelt. Wie kam diese künstlerische Entscheidung zustande?
Ich denke, ich wollte ein bisschen mit der Stille spielen, mit kleinen Fehlern. Vielleicht habe ich auch einfach gelernt, hingebungsvoller zu spielen. Also wollte ich bei den Aufnahmen mehr Raum haben, um wie ein Kind damit herumzuspielen. Dafür mit Produzent Paul Savage zusammenzuarbeiten, war wunderbar. Die Vorgehensweise war, dass ich mich hingesetzt und für ihn einen Song gespielt habe und dann ein nächstes Instrument genommen habe, um zu sehen, ob das in die richtige Richtung gehen würde. Dieses Instrument war mal der Feuerlöscher in der Ecke, mal Paul, der auf einer Kaffeetasse trommelte.

Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Message deines Albums? 
Es gibt da eine Frau, die in Dublin Yoga lehrt, und sie steht vorn im Raum und lehrt Erwachsene zu spielen. Daraus habe ich viel gelernt – es ist eine besondere Art von Freiheit. Ich weiß nicht, ob das eine Message ist – eigentlich nicht – aber es ist definitiv etwas, das ich für die Aufnahmen mitgenommen habe und versuche, auch weiterhin mitzunehmen. Das Singen wird in seinem ursprünglichsten Sinne zum Spielen.

I Have A Tribe

Beneath a Yellow Moon

Release: 27.05.2016

℗ 2016 Grönland Records