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»Ols Songd« / »Howl«

I Am Oak / Mighty Oaks

Zwei starke Holzgewächse in der Doppelreview: I Am Oaks »Ols Songd« und Mighty Oaks »Howl«.
Geschrieben am

Nachdem 2013 das erste Jahr ohne I-Am-Oak-Veröffentlichung seit dem Debüt in 2010 war, bricht Songwriter Thijs Kuijken Anfang 2014 das Schweigen. Bei »Ols Songd« handelt es sich nicht um Stillstand in Form eines B-Seiten-Releases oder von alten, noch nicht veröffentlichten Stücken, sondern um Songs, die sich laut Thijs schon beim Schreiben alt angefühlt hätten. Hauptsächlich, weil sie ihn trotz aktueller Inhalte an frühere Begebenheiten erinnerten, bei denen er sich ähnlich fühlte. Déjà-vu nennt man das wohl, und ähnlich verhält es sich auch musikalisch für den Hörer: Die Nische, die I Am Oak mittlerweile besetzt haben, vermögen sie mit ihrem zuletzt immer breiter instrumentierten Baukasten erneut auszuschmücken und damit diese bestimmten intim-akustischen Momente herauszukitzeln, nur um kurz darauf aus der zuvor ruhigen Umklammerung auszubrechen. Was bleibt, sind keine alten Songs, sondern ein zeitloses Werk, das entspannt-entschleunigt zu gefallen weiß.

Einen Oak weiter geht es für den geneigten Folkmusikfan zu den Mighty Oaks. In dem Genre wurde das Zepter gerade von Mumford & Sons zu den Lumineers weitergereicht. Und jetzt an die Newcomer Mighty Oaks? Zumindest bestellt das multikulturelle Trio aus dem Schmelztiegel Berlin gerade das Feld der Folk-Vorgänger mit seinem Debütalbum »Howl«, das Pop-Abwege für das Volk und überhaupt alles bietet, was sich für einen Thronnachfolger geziemt: eingängig-erdige Verspieltheit, große Geste, mehrstimmigen Gesang, dann intim-rührige Balladen, um sich letztlich doch wieder diversen Mandolinen-unterlegten Schunkel-Stampf-Steilvorlagen zu widmen. Und alle machen mit! Live ein Genuss, aber auch auf Platte gerade wegen des Caleb-Followill-Gedenk-Gesangsorgans von Sänger Ian Hooper für alle Bill Murrays dieser Welt zu empfehlen.

 

In drei Worten: Folk / Kernig / Eichen

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