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Hoover

Hoover

“TripHop ist in aller Ohren, HOOVER machen TripHop”, haut uns das Bandinfo der Belgier um die Ohren. Selten, daß man das so direkt zu hören bekommt. Verdächtig dazu. “TripHop” bezieht sich hier, das wird schnell klar, auf die Bristoler Definition, schlägt sich doch die Rezeption der einen oder ander
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Autor: intro.de

“TripHop ist in aller Ohren, HOOVER machen TripHop”, haut uns das Bandinfo der Belgier um die Ohren. Selten, daß man das so direkt zu hören bekommt. Verdächtig dazu. “TripHop” bezieht sich hier, das wird schnell klar, auf die Bristoler Definition, schlägt sich doch die Rezeption der einen oder anderen MASSIVE ATTACK-Platte in ähnlichen Liedelementen wie hintergründig-dunkel wabernden 303-Linien oder gehaucht-traurigem Gesang nieder. Nur: die Traurigkeit von HOOVERs Sängerin kann auf keinen Fall mit der unendlich tiefen Großstadt-Einsamkeit einer TRACEY THORN oder einer NICOLETTE bei eben jener Bristoler Truppe mithalten. Titel wie “Inhaler”, “2 Wicky” oder “Innervoice” sollen wohl auf THC-Gebrauch hindeuten und Tiefe vorspiegeln, wo keine ist. Seltsam, daß bei dieser zweiten inflationären Verwendungswelle des ungeliebten Wortes alles, was sich durch sphärische Beats und ein bißchen Düsternis auszeichnet, immer gleich “TripHop” ist. Dabei klingen HOOVER, schon wegen der Verwendung richtiger Gitarren, teilweise eher nach CRANBERRIES-Klosterrock denn nach “Trip” in irgendeiner Form. Ein paar knackende Drumloops machen noch lange keinen “TripHop”. Und acidjazzige Panflöten und spanische Gesänge auch nicht. Seltsam auch, daß die eigentlichen “TripHopper” ihrer Musik alle möglichen Namen geben, nur eben nicht besagten.