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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»At Hope’s Ravine«

Holy Esque

Einmal auf die Schuhe schauen, bitte: Holy Esque aus Glasgow liefern die Blaupause für die nahezu perfekte Symbiose aus Shoegaze und Postpunk.
Geschrieben am
Wer wach durch die Musikwelt läuft, dem ist die superbe »Submissions«-EP von Pat Hynes und seiner Band Holy Esque sicherlich nicht entgangen. Darauf spielten die Schotten auf berauschende Weise mit Interpol- und The-National-Düsternis, introvertiertem Shoegaze und exaltiertem Postpunk. Hynes ist überdies mit einer Stimme gesegnet, deren zitterndes und kraftvolles Tremolo sich tief ins Herz fräst. Auf Albumlänge entfaltet diese Mixtur nun ihre formvollendete Faszination: Zu wabernden Gitarrenläufen, rauschenden Synthies und halligen Drums singt sich Hynes um sein Leben; all die inneren Zweifel, die Furcht und die Dunkelheit brechen heraus aus ihm, aber weder Texte noch Sound wirken jemals pathetisch – diese Falle umfahren Holy Esque bravourös. Zu stürmisch, zu energetisch klingt »At Hope’s Ravine«, durch den Nebel dringt ein Licht, auf tiefe Katharsis folgt ein Neubeginn. Spätestens, wenn Hynes sich auf dem das Album abschließenden Titelsong gegen die mächtigen Soundwände seiner Band wirft, stehen wir mit ausgebreiteten Armen an der Klippe, halten kurz inne und springen doch nicht.

Holy Esque

At Hope's Ravine

Release: 26.02.2016

℗ 2016 Beyond The Frequency under Exclusive License to Believe

Holy Esque »At Hope’s Ravine« (Believe / Soulfood / VÖ 26.02.16)