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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»I Don't Run«

Hinds

Hinds machen DIY-Pop mit Punk-Attitüde, der den Reiz im Unperfekten findet.

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Das leicht unscharfe Coverfoto, das eher nach spontanem Party-Schnappschuss als nach professionellem Band-Foto aussieht, verrät eigentlich schon alles über »I Don’t Run«. Auch auf ihrem zweiten Album bewahren sich die vier Frauen aus Madrid den Charme des Unperfekten und der Momentaufnahme. »Im Pop geht es um Perfektion. Wir sind das Gegenteil«, sagte Sängerin Carlotta Cosials einmal treffend über Hinds. Pop mit DIY-Punk-Attitüde, der fehlende technische Finesse mit entwaffnendem Charme wettmacht.

Lo-Fi-König Gordon Raphael, der auch schon den Sound der Strokes geprägt hat, zeigt sich dabei als passende Wahl für den Produzenten-Stuhl. Seine subtile Produktionskunst klingt so, als mache er eigentlich nicht mehr, als ein paar Mikros aufzustellen und den Aufnahmeknopf zu drücken. Nur so viel Schliff wie gerade eben nötig, um nichts von der rauen Live-Energie wegzunehmen. Dieser Ansatz ist für die raue Energie aber genau richtig, der Kontrast aus durchdachten Pop-Melodien und maximal hingerotztem Sound macht »I Don’t Run« so spannend.

Hinds

I Don't Run

Release: 06.04.2018

℗ 2018 Lucky Number Music Limited