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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Higher Than The Eiffel

Audio Bullys

Es raunen halbclevere Texte mit viel Hall über Halbgares. Zu viel Stereo MC’s, zu wenig R-a-v-e. Die Wucht ist vergangen.
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Es raunen halbclevere Texte mit viel Hall über Halbgares. Zu viel Stereo MC’s, zu wenig R-a-v-e. Die Wucht ist vergangen.

Nein, die Wucht des Debüts „Ego Trip“ ist vergangen. Und dass nach dem Mittelmaß von „Generation“ – trotz des Hits „Shot You Down“ – etwas passieren musste, war Simon Franks und Tom Dinsdale wohl klar. Doch die Soundcollagen auf „Higher Than The Eiffel“ lassen einen arg ratlos zurück. Tracks wie „Feel Alright“ imitieren die brutale Intensität, die die Jungs von der Insel zu einem der gehyptesten Dance-Acts hat werden lassen, aber der Kick fehlt.

Zu wenig Rave, zu viel Pop, um außerhalb britischer Tanzveranstaltungen ein Bein auf den Boden zu bekommen. Denn seien wir ehrlich: Selbst die übergeschnapptesten und besten Acts wie die Goldie Lookin Chains gehen diesseits des Kanals doch grandios unter, komplett abgesagte Releases inklusive. Und diejenigen, die dieses Schicksal nicht ereilt (der omnipräsente Skinner und Jamie T), punkten mit weit mehr Originalität als glanzlosem Dazwischen wie die Audio Bullys.

Klar ist „Dynamite“ ein feiner Track, doch am Ende des Tages auch nur ein funkiger Unkle-Track von anno irgendwas, und nur Ian Brown hätte ihn retten können. Tut er aber nicht. Stattdessen raunen halbclevere Texte mit viel Hall über Halbgares. Zu viel Stereo MC’s, zu wenig R-a-v-e.

In drei Worten: Halbclever / Glanzlos / Ü35-Rave