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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

I Want A Girlfriend

Hidalgo

Da holen wir uns ohne Pause prosperierende Indie-Acts aus Skandinavien, Großbritannien und den USA auf die heimischen Bühnen, kaufen voller Entzückung ihre Platten, gehen auf ihre ausverkauften Konzerte und lassen uns dann scheinheilig als "best audience ever" abfeiern. Dabei gibt es auch vor der
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Da holen wir uns ohne Pause prosperierende Indie-Acts aus Skandinavien, Großbritannien und den USA auf die heimischen Bühnen, kaufen voller Entzückung ihre Platten, gehen auf ihre ausverkauften Konzerte und lassen uns dann scheinheilig als "best audience ever" abfeiern. Dabei gibt es auch vor der Haustür Acts auf Augenhöhe zu entdecken. Und nicht nur die neuen Deutsch-Pop-Boom-Schwärme. Sondern beispielsweise Hidalgo. Die machen nach ihrem Tapete-Debüt "Sing Guitar Sing" von 2002 nun den zweiten Anlauf, auf dem internationalen Indie-Karussell mitgehypt zu werden. Herrlich unangestrengt poppt die Nürnberger Band auf elf Tracks wieder zwischen Indie-Gitarren und Easy-Listening-Sounds hin und her. Obendrauf die niedliche Stimme von Betty Mugler (Gesang, Gitarre, Keys), die zwar schnodderige Nico-Qualität hat, aber den ganz harten deutschen Akzent vermissen lässt. Dazu gibt es - voll im Trend - Freundemusiker als Gäste, wie zum Beispiel fast ganz Robocop Kraus, Robin van Velzen von Bambi Davidson, Stefan Prange von Green Apple Sea, und auch Enno Palucca ist mit von der Partie. Ein bisschen Offbeat-Shuffle, sphärische Gitarrenarrangements, bisschen Hammond und ein ansprechend variabler Gesang, was will man mehr? Nach Rilo Kiley, Solex, Lake Placid und Laika jetzt mal Hidalgo lieb haben und neue Freundin werden lassen, los, los!