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Ärger über Verleiher

Herr der Ringe-Boykott?

Weihnachten steht vor der Tür, das bedeutet für den Verleih Warner Brothers gleich zwei dicke Braten zum diesjährigen Fest. Noch ist "Harry Potter und der Stein der Weisen" in aller Kinos. Der Zauberlehrling erreichte mit sage und schreibe fünf Millionen Zuschauern das beste Ergebnis in der Filmge
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Weihnachten steht vor der Tür, das bedeutet für den Verleih Warner Brothers gleich zwei dicke Braten zum diesjährigen Fest. Noch ist "Harry Potter und der Stein der Weisen" in aller Kinos. Der Zauberlehrling erreichte mit sage und schreibe fünf Millionen Zuschauern das beste Ergebnis in der Filmgeschichte. Der zweite Warner-Bestseller ist die Verfilmung der Buchtriologie "Herr der Ringe" von JRR Tolkien. Am 19. Dezember soll der Film starten. Doch schon jetzt gibt es Ärger mit dem Verleih, denn Warner Brothers verlangt von den deutschen Kinos, dass Frodo, Sam und die anderen gleich drei Mal täglich in das Land Mordor ziehen, um die Fabelwelt durch die Vernichtung des gefährlichen Rings zu retten. Sogar der 24. und 31. Dezember sind hier inbegriffen, was für besonders in katholischen Gegenden schwer vorstellbar ist. Der Hauptverband der deutschen Filmtheater (HDF) versucht jetzt, sich gegen diese Haifischmentalität zu wehren: Besonders für kleinere Kinos sei es schwer, Auflagen, die sich eben nicht nach der Publikumsnachfrage richten, zu erfüllen. Darum denkt der HDF derzeit über einen Boykott des Films "Herr der Ringe" nach, um die Kinos zu schützen und Maßstäbe zu setzen. Da fragt man sich doch, ob man bei Warner Brothers Tolkiens Message überhaupt verstanden hat, denn: Frodo muss doch auch der genussvollen, aber verhängnisvollen Macht widerstehen.