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Tresendiskussionen

Heimspiel-Ticker 27.03.07

::: Es kommt ja immer mal wieder am Tresen die Diskussion auf, ob man mit deutschen Texten eigentlich wirklich gut klingen könne. "Phonetisch schöner" sei das Englische, alles klänge einfach viel besser, sobald man es auf Englisch sagt und außerdem fallen einem die Endreime im Englischen viel leicht
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::: Es kommt ja immer mal wieder am Tresen die Diskussion auf, ob man mit deutschen Texten eigentlich wirklich gut klingen könne. "Phonetisch schöner" sei das Englische, alles klänge einfach viel besser, sobald man es auf Englisch sagt und außerdem fallen einem die Endreime im Englischen viel leichter. Das willkommene Gegenargument liefern jetzt Kleinstadthelden, die so klein gar nicht klingen. Und um nicht alle zu verschrecken, erspart man den Kleinstadthelden die überstrapazierte Genrebezeichnung und hört einfach mit Genuss zu.
.: www.kleinstadthelden.de :.

::: Freizeit 98 kommen ihrer eigenen Aussage nach aus dem trostlosen bayerischen Hinterland. Die Adresse lautet auf Ingolstadt, das wäre dann wenigstens hübsches Hinterland. Und genau wie der Eindruck, den man bei Gelegenheit von Ingolstadt sammeln kann, sind auch Freizeit 98, nämlich überraschend schön. Ohne je altbacken zu klingen, recken sie ihre Fäuste in die Luft und feiern auf 'Soul In Helsinki' sich, das Leben und allerlei, was feiernswert ist. Kollege Volkmann würde möglicherweise "knuffige Pop-Meerschweinchen" schreiben, wie über die artverwandten Anajo. "Bevor wir versagen, sollten wir es wagen, durch das Dach trampolieren!"
.: www.freizeit98.de :.

::: Und jetzt Post- oder Avantrock: Aus Suttgart kommt Daniel Vujanic und erfreut das Ohr mit Baja, einem Projekt, dass er vor allem allein einspielt aber immer mal wieder von Freunden ergänzen lässt. Eine federnde Komplexität zieht sich durch das Album 'Aloha Ahab' (Arctic Rodeo / Al!ve), das vor allem an The Sea And Cake erinnert, jedoch bedient sich Baja immer auch an anderen Stilen, und brennt so ein Feuerwerk ab, das einiges, was Rang und Namen hat, kurz herauf beschwört. Tortoise fallen ziemlich direkt ein, aber verborgener grüßen auch Gang Of Four, etwa in dem Track 'From Slogan To Spectacle'.
.: www.myspace.com/bajaband :.

::: Und die zweite Runde in der Strecke für experimentellere Auswüchse aus dem Rock: Erdbeertörtchen beschwören schon allein deswegen das Attribut Postrock herauf, weil keiner singt. Aber bei näherem Hinhören arbeiten sie auf 'Humbug, Watson' (Tumbleweed / Broken Silence) allerdings eher an einer mit verschrobenen Humor vorgetragenen Version von Pop. Dazu tragen dann auch Songtitel wie 'Heuperd' (Ja, ohne f), 'Ogami' oder 'Temperenzler' bei. Komische Kunstworte, die Assoziationen wecken, weil sie auch immer nur eine Silbe vom konventionellen Sinn entfernt sind. So, wie die Musik der Band auch immer nur den Gesang vom Pop entfernt ist. Aber letztlich macht es diese kleine Dinstanz eben doch aus: großartig!
.: www.erdbeertoertchen.com :.

::: Und ihr habt selbst eine Band im Keller und rockt? Oder programmiert Beats und flowt darüber? Ihr wollt gerne hier über euch lesen und wissen, dass viele andere auch hier über euch lesen? Dann schickt uns euren Output ans Heimspiel, versucht es per Rauchzeichen oder per Brieftaube. Erfahrungsgemäß am besten geht's aber per Post oder Mail.

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