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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

In Field And Town

Hayden

Heute Morgen noch mal Neil Youngs "Harvest" und "After The Gold Rush" gehört. Ein guter Anknüpfungspunkt für die fünfte Platte von Hayden Desser, gut 35 Jahre später.
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Heute Morgen noch mal Neil Youngs "Harvest" und "After The Gold Rush" gehört. Ein guter Anknüpfungspunkt für die fünfte Platte von Hayden Desser, gut 35 Jahre später: Was nach all der Zeit aus der Idee von Folk mit Rockinstrumentarium geworden ist, fasst "In Field And Town" ziemlich gut zusammen.

Wo Youngs Klagen und sporadische Riff-Attacken noch von schroffem Unmut und fast schon die Kehle zuschnürendem Selbstmitleid gezeichnet sind, geht Hayden ein wenig beschwichtigender zur Sache. Auch hier schleicht zwar die typische Pedalsteel-Gitarre in einzelne Stücke hinein, dudelt die Mundharmonika den Refrain und hüpft zwischen Klavierballaden und entspannt groovendem Bandgefüge mal eine grummelnde E-Gitarre aus der Reihe, aber insgesamt macht der Eigenbrötler aus Toronto mehr Kompromisse, hat die unaufdringlichere Stimme und klingt trotz eindeutiger Retro-Verliebtheit am Ende ein ganzes Stück zeitgemäßer und näher am neuzeitlichen Folk-Strom. Was weder gut noch schlecht ist, es fehlt eben das kleine Fünkchen Eigenständigkeit, was jedoch keinen Fan der erstgenannten Platten davon abhalten sollte, auch mal Hayden Desser auszuchecken.