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The Closer I Get

HAYDEN

Mehr noch als auf seinem '96er-Debüt "Everything I Long For" scheint es, als habe Hayden Desser Mühe, sich zwischen SMOG und SPRINGSTEEN zu entscheiden. Während der gebürtige Kanadier stimmungsmäßig eher zu Callahan & Co. tendiert, lassen Instrumentierung und Arrangement des Follow-ups eine deutlich
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Autor: intro.de

Mehr noch als auf seinem '96er-Debüt "Everything I Long For" scheint es, als habe Hayden Desser Mühe, sich zwischen SMOG und SPRINGSTEEN zu entscheiden. Während der gebürtige Kanadier stimmungsmäßig eher zu Callahan & Co. tendiert, lassen Instrumentierung und Arrangement des Follow-ups eine deutliche Tendenz zur Mainstream-Verbundenheit des letzteren erkennen, zumal die rustikale Singer/Songwriterphase des "Boss" bei einem nicht unerheblichen Teil des Albums als Blaupause gedient haben dürfte. Ein gutes Gespür für Atmosphäre und Songwriting ist HAYDEN dennoch nicht abzusprechen - im Gegenteil: "Bullet", "Nights Like These" oder "Memphis" zählen mit zu den schönsten (wenngleich auch traurigsten) Folkballaden der letzten Zeit. Trotz valiumgetränkten Bardentums und knarzig-brüchiger Reibeisenstimme wirkt "The Closer I Get" dabei nie wirklich bedrückend oder depressiv, sondern vielmehr vertraut, tröstend - wie das wohltuend-wattierte Eingelulltsein nach dem dritten oder vierten Glas Bourbon in Deinem Lieblingssessel. Du drückst die Repeat-Taste, ziehst die Decke ein Stück höher, und der Schlaf kann kommen ...